Kirchheim:"Wer sonst, wenn nicht wir?"

Bei der ersten Veranstaltung der parteieigenen Klimaplattform lobt sich die CSU selbst

Die Ziele der Klimaschutzpolitik von CDU und CSU standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung der CSU-Klimaplattform München-Land in Kirchheim mit der Beauftragten der Unions-Bundestagsfraktion für Klimaschutz, Anja Weisgerber, sowie dem Wahlkreisabgeordneten und CSU-Kreisvorsitzenden Florian Hahn. "Der Klimaschutz ist die zentrale Herausforderung unserer Zeit, was die aktuellen Ereignisse äußerst eindrucksvoll unterstreichen", betonte Weisgerber. "Wir müssen an die erzielten Erfolge, beispielsweise mit dem Ende 2019 verabschiedeten Klimapaket, anschließen und eine wirkungsvolle Klimaschutzpolitik mit Augenmaß, aber auch mit Nachdruck betreiben."

Es war die erste öffentliche Veranstaltung der neuen CSU-Gruppierung und für die Redner nach langer Zeit ein Termin mit Publikum im Wirtshaussaal und parallel per Livestream im Internet. In seiner Einführung unterstrich Hahn, dass Bayern in vielen Handlungsfeldern des Klimaschutzes schon führend sei. Der Landkreis München zeichne sich etwa durch beispielhafte umwelt- und klimaschutzpolitische Projekte aus. "Beim Thema Windkraft, bei der Nutzung der Geothermie und auch beim Thema Wasserstoff bieten sich weitere Felder an, in denen wir klimapolitische Maßstäbe setzen können", kündigte Hahn für den Wahlkreis an.

"Wir alle spüren die Auswirkungen des Klimawandels in vielen Bereichen, die aktuellen Ereignisse unterstreichen, wie stark sich der Klimawandel auswirkt", sagte Weisgerber, die mit Hahn von der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Seeon kam. "Deshalb müssen wir handeln, heute und für die kommenden Generationen." Der Bundestag habe Ende 2019 ein "historisches Klimapaket" verabschiedet, das es so noch nicht gegeben habe, auch nicht unter Rot-Grün. "Heute können wir sagen: unsere Klimapolitik wirkt und wir haben dank unserer Klimaschutzinstrumente das Klimaziel 2020 erreicht", erklärte die Referentin.

Weisgerber sagte aber auch, für den Klimaschutz bedürfe es nicht nur großer Anstrengungen, sondern auch breiter Akzeptanz und die Berücksichtigung der Auswirkungen. "Ohne Wirtschaft und ohne Mittelstand wird es nicht gelingen, beim Klimaschutz voranzukommen. Deshalb wollen wir die Wirtschaft technologisch in die Lage versetzen, ambitionierte Klimaziele zu erreichen." Dabei setze die CSU auf Innovation und Technologieoffenheit, um nachhaltiges und qualitatives Wachstum erzielen zu können. "Wer sonst, wenn nicht wir als Land der Ingenieurkunst, der Start-ups, der Technologiesprünge soll diese Herausforderung stemmen?", fragte Anja Weisgerber.

© SZ vom 27.07.2021 / SZ
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