Rund fünf Monate nach Abschluss der Landesgartenschau in Kirchheim ist nun klar, wie viel das Großereignis die Gemeinde gekostet hat. Anders als beim Neubau des Gymnasiums, bei dem die Investitionssumme seit Jahren immer weiter steigt und mittlerweile auf 125 Millionen geschätzt wird, sind die Ausgaben für die Gartenschau weitgehend im Rahmen geblieben.
Insgesamt hat Kirchheim für den Bau des neuen Parks und für die Umsetzung der Veranstaltung rund 18,2 Millionen Euro gezahlt, das sind knapp zwei Prozent mehr als kalkuliert. Ursprünglich war man von etwa 17,9 Millionen ausgegangen. „Diese Abweichung liegt innerhalb eines gut vertretbaren Rahmens“, sagt Kirchheims Bürgermeister Stephan Keck (SPD) dazu. Die Projektführung habe „effektiv und vorausschauend gehandelt“, obwohl die Gemeinde im Laufe der Planungen zusätzliche Wünsche eingebracht habe.
Die Steigerungen beinhalten auch Kosten, die bei dem ursprünglichen Beschluss über das Budget im Herbst 2023 noch gar nicht absehbar waren, unter anderem weitere Bäume am Spielplatz Keltenwelten sowie zusätzliche Beleuchtung im Park. „Unter Berücksichtigung dieser Faktoren kann das Gesamtergebnis als Erfolg gewertet werden“, so Keck.
Den größten Teil der Kosten macht der Bau des neuen Parks aus, der nun dauerhaft die beiden Ortsteile Kirchheim und Heimstetten verbindet. Die Gemeinde zahlte dafür rund 14,3 Millionen Euro, das sind 20 668 Euro oder etwa 0,15 Prozent mehr als kalkuliert. Hinzu kommen neun Millionen an Fördergeldern. Die Kosten für die Landesgartenschau selbst belaufen sich auf insgesamt 10,6 Millionen Euro, Kirchheim übernimmt davon knapp vier Millionen. Das sind rund neun Prozent mehr als geplant.
Bürgermeister Keck ist eigenen Worten zufolge zufrieden mit dem Ergebnis: „Im Hinblick auf den langen Zeitraum für Vorbereitung und Bauausführung mit den bekannten Ereignissen hinsichtlich Corona- und Energiekrise, gesteigerten Bau- und Lohnkosten ist die Landesgartenschau ein leuchtendes Beispiel dafür, dass auch öffentliche Bauvorhaben im gesetzten Zeit- und Kostenrahmen bleiben können.“

