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Kirchheim:Jugend drängt in die Politik

Von Anna-Maria Salmen, Kirchheim

Die Gemeinde Kirchheim will Jugendliche künftig besser in die Kommunalpolitik einbinden. Wie das gelingen soll, darüber hat der Hauptausschuss des Gemeinderats in seiner jüngsten Sitzung diskutiert. Im Oktober hatte die SPD-Fraktion in einem Antrag eine gewählte Vertretung für Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren gefordert. Der Gemeinderat stimmte vor einigen Wochen zu, nun hat die Verwaltung die Umsetzbarkeit geprüft. Ein stabiles Jugendparlament mit politischer Aktivität zu initiieren, erfordere viel Personaleinsatz, eine langfristige Begleitung und regelmäßige Partizipationsmöglichkeiten, hieß es von dort. Zudem sei unklar, ob genügend Kirchheimer Jugendliche an einer Teilnahme interessiert wären - in den vergangenen Jahren sei die Resonanz auf bereits vorhandene Angebote sehr gering oder gar nicht vorhanden gewesen.

Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) regte daher an, die jungen Kirchheimer zunächst in den seit September bestehenden Initiativkreis Jugendzentrum und Jugendarbeit aufzunehmen. Zusätzlich zu den dort vertretenen sechs Kommunalpolitikern sollen künftig auch sechs freiwillige Jugendliche in dem Gremium ihre Wünsche und Anregungen einbringen. Jede Fraktion des Gemeinderats soll dafür selbständig einen Jugendlichen finden, der ihren Vertreter im Initiativkreis begleitet. Böltls Vorschlag fand breite Zustimmung im Hauptausschuss. Die Entscheidung über eine weitere Anregung der Verwaltung wurde hingegen zurückgestellt: eine Jugendbefragung unter den Zehn- bis Zwanzigjährigen im Ort nach Wünschen, Ideen und Bereitschaft zur Partizipation. Laut Böltl kann die Befragung der nächste Schritt nach der Beteiligung der Jugendlichen im Initiativkreis sein.

© SZ vom 28.11.2020
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