Wohnungsnot:Es wird zu wenig gebaut

Wohnungsnot: Kirchheim: Neubaugebiet am Rande der künftigen Landesgartenschau.

Kirchheim: Neubaugebiet am Rande der künftigen Landesgartenschau.

(Foto: Claus Schunk)

Vom Eigenheim bis zum Mehrfamilienhaus: Im Landkreis München sind im vergangenen Jahr 1590 neue Wohnungen gebaut worden. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) unter Berufung auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit. Das reicht nach Ansicht der Gewerkschaft jedoch nicht aus, um den Wohnungsmangel im Großraum München zu beheben. Defizite sieht die IG Bau vor allem im Sozialen Wohnungsbau. Um den lahmenden Bau bezahlbarer Wohnung zu fördern, schlägt sie ein "Sonderpaket sozialer Wohnungsbau" vor. "Die Bundesregierung hat 400 000 neue Wohnungen pro Jahr versprochen. Ein Viertel davon sollen Sozialwohnungen sein. Von diesem Ziel ist die Ampel-Koalition noch weit entfernt", so Harald Wulf, der Bezirksvorsitzende der IG Bau Oberbayern. Knappe Baumaterialien, steigende Energiepreise, Inflation und steigende Bauzinsen erschweren laut Gewerkschaft derzeit den Neubau. Die IG Bau fordert daher, die Mehrwertsteuer auf Sozialwohnungen von 19 auf sieben Prozent abzusenken, dadurch würde der Bau einer staatlich geförderten Wohnung um zehn Prozent günstiger. Die Häuser auf diesem Bild entstehen auch so - in Kirchheim, am Rande der künftigen Landesgartenschau.

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