Kinderbetreuung Sauerlach erweitert Kita

Ein Anbau soll Platz für zusätzliche Krippenkinder schaffen

Von Patrik Stäbler, Sauerlach

Vor fast genau einem Jahr ist eine Krippengruppe der Kindertagesstätte Sternschnuppe in eiligst aufgestellte Container gezogen. Grund hierfür war die hohe Nachfrage nach Betreuungsplätzen im Ort. Diese ist seither weiter gestiegen, weshalb die Gemeinde die von der Arbeiterwohlfahrt betriebene Einrichtung in der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Straße nun baulich erweitern will. An diesem Dienstag wird der Gemeinderat voraussichtlich die Planung für einen Anbau im Osten des Geländes beauftragen; dort sollen dann die jetzige Containergruppe sowie eine weitere Krippengruppe unterkommen.

"Wir haben nach der Einschreibung im April gesehen, dass wir zu wenige Krippenplätze haben, und sofort angefangen, mit der Awo das Gespräch zu führen", sagte Bürgermeisterin Barbara Bogner (Unabhängige Bürgervereinigung) in der ersten Bauausschusssitzung nach der Sommerpause. Das Thema fand sich auf der Tagesordnung, da die CSU-Fraktion im Gemeinderat schon im Juli einen Antrag auf Erweiterung der Kindertagesstätte gestellt hatte. Zu jener Zeit habe sie bereits ein Gespräch mit der Leiterin der Einrichtung geführt, berichtete Bogner. Diese habe ihr gegenüber den Wunsch geäußert, das Gebäude aufzustocken, um den Garten in seiner Gänze zu erhalten. Jedoch sei das vor allem wegen des Brandschutzes schwierig, sagte die Bürgermeisterin. Daher habe man sich letztlich auf eine ebenerdige Erweiterung verständigt - so wie es bereits im Bebauungsplan vorgesehen sei.

Im Zuge der ersten Prüfung zeigte sich, dass bei einer Erweiterung auch die Küche vergrößert werden müsste. Für einen Neubau der Küche gebe es jedoch hohe Zuschüsse, sagte Bogner. "Und auch der Krippenbau an sich hat eine hohe Förderquote." Auf Nachfrage von Alexander Rickert (SPD) berichtete die Bürgermeisterin, dass aktuell genug Kinder für eine Krippengruppe auf der Warteliste der Gemeinde stünden. Jedoch seien darunter etliche Kinder jünger als ein Jahr. Ebenfalls auf eine Frage Rickerts betonte Bogner, dass es in Sauerlach zurzeit "kein größeres Problem mit dem Personal" gebe - wiewohl es infolge von Schwangerschaften und Langzeiterkrankungen mitunter zu Engpässen gekommen sei. "So etwas reißt Riesenlöcher", sagte Bogner. "Auch wir mussten deshalb letztes Jahr die Betreuungszeiten zwischenzeitlich zurückschrauben."

Mit Blick darauf, dass all die Krippenkinder in den kommenden Jahren in den Kindergarten wechseln werden, brachte die Bürgermeisterin die Überlegung auf, die Einrichtung in Arget ebenfalls zu erweitern. "Das ist bisher einer unserer kleinsten Kindergärten mit nur drei Gruppen", sagte Barbara Bogner. "Dort könnte man eventuell auch für eine weitere Gruppe bauen."