Seit 1992 präsentiert das Kallmann-Museum in Ismaning im Nachbau einer historischen Orangerie Werke moderner und zeitgenössischer Kunst – nach Modernisierung und Umbau von Sommer 2023 bis Januar 2025 in neuem Look. Auch die kommende Ausstellung „In den Strudeln der Zeit – Bilder zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert aus der Sammlung Gerhard Schneider“, die Ende Mai eröffnet wird, dürfte wieder überregionales Interesse zeitigen. Besagte Sammlung widmet sich den Werken vielfach vergessener, oft als „entartet“ verfemter Künstler der Moderne.
Zudem läuft derzeit die Ausschreibung für den Kallmann-Preis. Die mittlerweile mit 18 000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 2018 vergeben und richtet sich an in Deutschland lebende Künstlerinnen und Künstler, die für besondere kreative und originelle Arbeiten in den drei Motiv- und Themenkreisen verantwortlich zeichnen, welche Schwerpunkte im Schaffen des Malers Hans Jürgen Kallmann, dem Namensgeber des Museums, waren: Porträt, Tier und Landschaft.
Die Bewerbungsfrist für den Preis, der diesmal in der Kategorie „Tier“ vergeben wird, läuft bis 20. Juni. Zusammengesetzt ist der Wert der Auszeichnung aus 3000 Euro Preisgeld und 15 000 Euro für eine Einzelausstellung im Kallmann-Museum – verbunden ist diese im Gegensatz zu den ersten Jahren (8500 Euro) deutliche Erhöhung mit der finanziellen Unterstützung der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg seit vergangenem Jahr. 2024 hieß der Sieger Ben Greber in der Kategorie „Landschaft“. Der letzte Preisträger in der Kategorie „Tier“ war 2021 Chris Bierl, der sich in seiner Sieger-Ausstellung mit dem Verhältnis von Tieren und ihrer Umgebung sowie von Mensch und Landschaft auseinandersetzte. Weitere Informationen gibt es unter https://kallmann-museum.de.

