Ismaning:Zebrastreifen und ein neuer Gehsteig

Bürgermeister Alexander Greulich verspricht besorgten Eltern Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit

Von Sabine Wejsada, Ismaning

Veronika Simon und Kerstin Bichlmann haben bei ihren Nachbarn im Wohngebiet rund um den Seidl-Kreuz-Weg im Osten von Ismaning insgesamt 50 Unterschriften gesammelt und diese jetzt dem Gemeinderat übergeben. Ziel der Aktion ist es, den gut zwei Kilometer weiten Schulweg für die zahlreichen Buben und Mädchen, die jeden Morgen zur Camerloher-Grundschule laufen oder mit dem Rad fahren, sicherer zu gestalten - und so den Kindern eine Möglichkeit zu geben, selbständig zu werden und ohne Begleitung zum Unterricht zu kommen. Die Gemeinde arbeitet laut Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) bereits an einer Verbesserung der Situation.

Derzeit würden die meisten Eltern aus dem Neubaugebiet ihre Töchter und Söhne nicht alleine zur Schule gehen lassen. Zu groß sei das Risiko, dass den Kleinen wegen des vielen Verkehrs auf der Strecke und den schmale Gehwegen etwas zustoßen könnte, berichteten die Mütter am Ende der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Fast alle würden die Kinder täglich mit dem Auto zur Schule fahren, obwohl man sie lieber zu Fuß gehen lassen wolle. Die beiden Frauen regten überdies an, den meist leeren Schulbus aus dem Moos mit einer kleinen Routenänderung am Seidl-Kreuz-Weg halten lassen könnte.

Nach den Worten Greulichs sind die Gefahrstellen auf dem Schulweg dem Rathaus bekannt. Erst kürzlich habe man sich die Lage angesehen und bereits Pläne, den Weg zu entschärfen, sagte er. So soll die Situation an dem zentralen Kreisverkehr mit Taxet-, Wasserturm- und Dorfstraße optimiert werden, indem neue Zebrastreifen aufgemalt werden. Zudem habe die Gemeinde bereits in der Verlängerung an der Camerloherstraße Grundstücke gekauft, um auf der Nordseite einen neuen Gehweg zu realisieren. Allerdings sei eine Umsetzung angesichts des vorhandenen Gefälles des Geländes nicht ganz so einfach.

Mit diesem Gehweg müssten die Grundschüler dann diese Straße nicht mehr überqueren. "Diese Maßnahmen sind dann ein großer Schritt für mehr Sicherheit auf dem Schulweg", sagte der Bürgermeister. Was eine Routenänderung des Schulbusses aus dem Moos angeht, hat Greulich wenig Hoffnung. Diese Diskussion habe man in den vergangenen Jahren immer wieder geführt, beim MVV, der die Strecke bedient sei man allerdings nicht wirklich durchgedrungen. Dennoch werde Ismaning das weiter versuchen, kündigte der Bürgermeister zur Freude der beiden Mütter an.

Veronika Simon und Kerstin Bichlmann zeigten sich nach der Sitzung durchaus zufrieden. Die Ankündigungen, den Schulweg mithilfe von neuen Übergängen und einem neuen Bürgersteig sicherer gestalten zu wollen, halten sie für eine deutliche Verbesserung. Derzeit besuchen zwölf Kinder aus dem Wohngebiet im Osten von Ismaning die Grundschule an der Camerloherstraße, zum neuen Schuljahr werden es dann schon 20 sein.

© SZ vom 07.05.2021
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