Der 14. Februar ist der Tag des heiligen Valentin. Valentin von Terni, einem kleinen Ort nördlich von Rom, soll im dritten Jahrhundert nach Christus gelebt haben. Er hatte sich, so die Legende, trotz des zu seiner Zeit geltenden Verbots des römischen Kaisers damit einen Namen gemacht, dass er Liebespaare nach dem christlichen Ritus traute. Den so Verbundenen soll der gute Valentin auch noch Blumen aus seinem Garten mitgegeben haben. Der römischen Obrigkeit gefiel das freilich nicht, Valentin wurde schließlich für sein unerwünschtes Treiben geköpft. Damit schaffte er es zum Märtyrer und wird bis heute von vielen als Fürsprecher und Schutzpatron der Liebenden geehrt.
Ob man der Legende Glauben schenken mag oder nicht, den Valentinstag nehmen doch viele zum Anlass, ihren Gefühlen für den oder die Liebste(n) einen frischen Anstoß zu geben. Auch in der Gemeinde Ismaning meint man, der Valentinstag habe eine besondere Erwähnung verdient. So verweist das Rathaus in einer aktuellen Meldung darauf, welch fruchtbarer Boden für die Liebe die Gemeinde ist: 101 Paare haben sich 2024 in Ismaning das Ja-Wort gegeben.
Nun muss man freilich dazusagen, dass das Ismaninger Schloss mit seinem historischen Saal auch ein auffallend hübsches Ambiente bietet, das vielleicht die Heiratswilligkeit im ein oder anderen Fall noch gesteigert haben mag. Gleichwohl sind 101 Eheschließungen eine stolze Zahl. Ebenso beeindruckend, wenn nicht noch beeindruckender ist die Zahl der Ehejahre, mit denen die Gemeinde aufzuwarten weiß: In Summe 2695 Jahre sind allein jene Ismaningerinnen und Ismaninger verheiratet, die 2024 ein gemeinsames Ehejubiläum begehen konnten. Darunter waren fünf Eiserne Hochzeiten, also Paare, die es schon 65 Jahre miteinander halten.
So romantisch diese Zahlen auch sind, sollte doch der Pragmatismus nicht beiseite gelassen werden. Auch die zum Valentinstag verschenkten Blumen werden irgendwann einmal welk. Daher verweist die Gemeinde Ismaning gleich eine Mitteilung weiter darauf, wie Blumensträuße richtig zu entsorgen sind (in der Biotonne) und was dabei zu beachten ist (Drähte, Schleifen oder Plastikdekorationen vorher entfernen, diese gehören in den Restmüll).
Damit bei all diesen praktischen Gedanken ein Hauch von Romantik übrigbleibt vom Valentinstag, fügt die Gemeinde noch einen Hinweis an: Verblühte Blumen müssen nicht unbedingt sofort in die Tonne. Mit ihnen lässt sich auch wunderbar basteln. Gepresst oder getrocknet als duftendes Potpourri können sie - wer weiß - gleich wieder als Geschenk auf den Gabentisch kommen. Der nächste Valentinstag kommt bestimmt.

