Ismaning Turnhalle ohne Tiefgarage

Ismaning spart am geplanten Neubau für das Gymnasium

Max Kraus, Gemeinderat von der Freien Wählergemeinschaft, klang ein wenig wie der Mahner in der Wüste. "Wir werden es später bitter bereuen, wenn wir jetzt keine Tiefgarage bauen", beschwor der Ismaninger Kommunalpolitiker seine Kollegen in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Allein, diese sahen die Mittel nicht, um seinem Wunsch zu entsprechen.

Maximal 20 Millionen Euro brutto soll der Bau der neuen Sporthalle für das Ismaninger Gymnasium kosten, darauf hat der Gemeinderat sich festgelegt. Eine Summe, die aus der Sicht anderer Gemeinden nicht unbedingt gering erscheint für eine Vierfachturnhalle mit Freiflächen, die als Schulturnhalle ebenso wie von Vereinen und als Versammlungsstätte genutzt werden soll. Insbesondere wegen der speziellen Bodengegebenheiten im Ismaninger Osten und einem hohen Grundwasserpegel aber waren die Planer ursprünglich zu noch höheren Kostenschätzungen gekommen. Den Gemeinderäten waren diese zu hoch gegriffen, weswegen sie einen klaren Kostenrahmen vorgegeben hatten.

Um diesen einzuhalten, wurde nun die ursprünglich geplante Tiefgarage gestrichen. Auch eine verkleinerte Form mit weniger Stellplätzen sei nicht mit den finanziellen Vorgaben vereinbar gewesen, erklärte die Bauverwaltung. "Wenn wir das Geld hätten und nicht gerade so viel bauen würden", hätte er gern unterirdische Parkplätze angelegt, sagte Bürgermeister Alexander Greulich (SPD). Doch die Gemeinde habe ihre finanziellen Spielräume aktuell gänzlich ausgereizt. Dieser Ansicht schlossen sich die Ismaninger Kommunalpolitiker schließlich einstimmig an, wenngleich sie nicht alle glücklich wirkten. Mit der Errichtung von Halle und Sportanlagen soll im Juli begonnen werden.