Ismaning Teurer Umbau

Gymnasium kostet die Gemeinde 34,7 Millionen

Beim Umbau des ehemaligen Tagungshotels am Seidl-Kreuz-Weg in ein Gymnasium sind die Planer in Ismaning auf weiteren Nachrüstungsbedarf gestoßen. So müssen anders als bisher gedacht auch an der Holzbautragkonstruktion sowie an der Fassade des Verwaltungstrakts Sanierungen vorgenommen werden, zudem die Decke über der Mensa und der Tiefgarage abgedichtet werden. Der Gemeinderat hat dafür zusätzliche Haushaltsmittel von 2,4 Millionen Euro freigegeben. Die Gesamtkosten für das neue Schulhaus belaufen sich damit auf 34,7 Millionen Euro brutto. Anfangs war die Gemeinde noch von Baukosten von knapp 20 Millionen Euro ausgegangen.

Im Verlauf der Planungen mehrten sich jedoch die unliebsamen Entdeckungen, wo das einstige Tagungshotel noch ertüchtigt werden musste. Trotz solcher ärgerlichen "Kostenfresser" zeigt sich Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) insgesamt zufrieden mit dem Baufortschritt. Die Zeit sei von Anfang an der zentrale Faktor bei dem Projekt gewesen, sagte er: "Wir tun alles, damit wir pünktlich im September in Betrieb gehen können." Dann sollen die Vorläuferklassen, die derzeit noch in Containern neben der Real- und Mittelschule unterrichtet werden, ihr neues Gymnasium im ehemaligen Hoteltrakt beziehen können. Der Mittelbau wird dann in einem anschließenden zweiten Bauabschnitt renoviert und den Bedürfnissen des Lehrbetriebs angepasst. Auch hierbei drängt allerdings die Zeit: Bereits im September 2018, so der Plan, sollen die Vorläuferklassen für das nächste neue Gymnasium im Landkreis, das gerade in Unterföhring entsteht, in Ismaning den Unterricht aufnehmen.