Ismaning Teurer Kindersegen

Gemeinde verdoppelt von vier auf acht Krippengruppen

Von Irmengard Gnau, Ismaning

Natürlich freut sich ein Bürgermeister, wenn er beobachten darf, wie seine Gemeinde wächst und gedeiht. Dennoch entweicht Alexander Greulich (SPD) dieser Monate immer wieder einmal auch ein Seufzen, wenn er auf die Einwohnerzahlen von Ismaning blickt. Die nämlich steigen kontinuierlich und das mit zunehmendem Tempo. Bei der jüngsten Zählung überschritt Ismaning erstmals die Grenze von 17 000 Einwohnern. Da insbesondere die Kinderschar größer wird, muss die Kommune bei ihren Planungen zum Ausbau der Betreuungseinrichtungen immer wieder nachbessern - "und das oft schneller, als uns lieb ist", gab Greulich im Gemeinderat zu.

Im Fall der Kinderkrippe an der Aschheimer Straße greift die Gemeinde daher gleich zu einem deutlichen Mittel. Die Kapazität des im Bau befindlichen Übergangsgebäudes soll angesichts des zu erwartenden Ansturms von vier auf acht Krippengruppen verdoppelt werden. Dafür wird der ursprünglich flach geplante Holzbau um eine Etage aufgestockt. Bis die dauerhafte Krippe in fünf Jahren fertig ist, soll er als Unterkunft für Kinder und Betreuer dienen. Der Gemeinderat gab dem Vorgehen sein Placet ohne Gegenstimme.

Allerdings fragte CSU-Fraktionssprecher Peter Aurnhammer kritisch nach, warum sich die in ersten Schätzungen veranschlagte Baukostensumme von 1,7 Millionen Euro mit der Aufstockung am Ende gleich auf etwa fünf Millionen Euro erhöht habe. Die Argumente von Bauamtsleiterin Waltraud Fischer, seit der ersten Schätzung hätten sich einige Komponenten verändert, zudem enthalte das aufgestockte Gebäude bereits Fernwärme für die Zukunft sowie Elemente wie Fluchtbalkone und einen Aufzug, konnten nicht alle Unklarheiten ausräumen. Die Fraktionen einigten sich schließlich darauf, sich die Kosten noch einmal im Detail auflisten zu lassen, gaben den Weg für eine Aufstockung dann aber frei.