Am Nachmittag des 10. März 1933 marschieren drei Nationalsozialisten in Uniform beim Ismaninger Bürgermeister auf. Sie haben eine Fahne dabei. Benno Hartl ist alles andere als begeistert, aber er lässt sie gewähren. Kurz darauf flattert das Hakenkreuz vor dem Gemeindehaus. Keine zwei Monate später ist Hartl abgesetzt. Die NSDAP hat in dem Dorf im Norden von München wie im ganzen Deutschen Reich die volle Macht in ihren Händen.
ZeitgeschichteWie die Nazis ein Dorf gleichschalteten
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Ein neues Buch beleuchtet die Geschichte Ismanings vor, während und nach der NS-Diktatur. Es räumt mit dem Mythos auf, dass nur ein kleiner Teil der Bevölkerung damals aktiv dabei war.
Von Bernhard Lohr, Ismaning
