Die ZDF-Serie „München Beats“ erzählt von der Entstehung des Kunstparks Ost auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände am Ostbahnhof in den Neunzigern. Im Mittelpunkt steht die junge Linda, die von einer Karriere als DJane träumt und auf einem Bauernhof in Ismaning aufwächst. Dort geht es laut dem Drehbuch ziemlich hinterwäldlerisch zu: Die Menschen tragen Tracht, sind auf dem Kartoffelacker zugange und trinken Bier im Wirtshaus. Sie wirken grobschlächtig und ziemlich aus der Zeit gefallen. Der Plot der Serie könnte auch irgendwo in einem Kuhdorf fernab der Großstadt spielen und nicht an einem Ort, der nur sieben Kilometer von München entfernt ist. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Ismaning in der Zeit bereits Standort von Medienhäusern, TV-Sendern und Filmfirmen gewesen ist. Alexander Greulich (SPD), 57, ist Bürgermeister der Gemeinde im Münchner Norden und dort selbst aufgewachsen. Im Interview spricht er darüber, was „München Beats“ mit der Ismaninger Seele macht.
Realität und Fiktion„Unser Ort war sehr tolerant und überhaupt nicht engstirnig“
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In der ZDF-Serie „München Beats“ hat Linda Bierwirth (Jule Hermann) aus Ismaning ihren großen Auftritt am DJ-Pult im Kunstpark Ost.
Foto: Marc Reimann/ZDFBürgermeister Alexander Greulich über die Fernsehserie, in der Ismaning als hinterwäldlerisches Kuhdorf dargestellt wird, aus dem junge Leute nur eins wollen: abhauen in die Großstadt.
Interview von Sabine Wejsada, Ismaning
