Einen potenziell lebensgefährlichen Fund hat ein Jugendlicher in der Isar bei Ismaning gemacht: Wie das Landeskriminalamt am Montag mitteilte, hatte der junge Mann bereits am vergangenen Dienstag eine voll funktionsfähige Handgranate aus dem Fluss gefischt.
Der Sprengkörper, laut Polizei eine jugoslawische Handgranate vom Typ M 52, sei im Bereich Forstweg/An der Fähre in einem olivgrünen, verschraubten Transportbehältnis im Wasser getrieben. Bereits nach dem Auffinden der Granate wurde die Fundstelle intensiv abgesucht, am Montag auch die weitere Umgebung entlang der Isar. Dabei wurden auch Spürhunde eingesetzt, laut Polizei hat man aber keine weiteren Handgranaten gefunden.
Ganz ausschließen, dass sich in der Umgebung weitere Sprengkörper befinden, will man bei der Polizei indes offenbar nicht, zusammen mit der Pressemeldung über den Granatenfund wurde auch eine Warnung veröffentlicht: So rät das Landeskriminalamt ausdrücklich davon ab, „gefährliche oder sprengstoffverdächtige Gegenstände“ in die Hand zu nehmen oder zu bewegen. Wer ein solches Objekt findet, soll dieses am besten liegen lassen und den Notruf 110 wählen.
Beim Landeskriminalamt unter 089/1212-0 oder einer anderen Polizeidienststelle anrufen soll dagegen, wer Hinweise zum aktuellen Granatenfund geben kann. Insbesondere Zeugen, die vor dem 12. August im Bereich Ismaning und Unterföhring verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich zu melden.

