Der Ismaninger Gemeinderat hat erfolgreich die Arbeit aufgenommen. Nach der konstituierenden Sitzung steht fest: Das Trio an der Spitze ist fast eine kleine Ampelregierung. Denn zu Stellvertretern des wiedergewählten Bürgermeisters Alexander Greulich (SPD) bestimmten die Gemeinderatsmitglieder Max Kraus (Freie Wählergemeinschaft) und Georg Everwand (Grüne).
Der 44-jährige promovierte Naturwissenschaftler Everwand, der für die von vier auf fünf Sitze gewachsenen Grünen als Bürgermeister kandidiert hatte, wird künftig als Zweiter Bürgermeister Amtsinhaber Greulich im Falle von dessen Verhinderung vertreten. Kraus hatte dieses Amt in der vergangenen Wahlperiode inne; der 62-jährige Landwirtschaftsmeister rückt nun auf den Posten des Dritten Bürgermeisters, auch weil seine Fraktion zwei ihrer vormals sechs Sitze abgeben musste.
Keinen Stellvertreterposten erhielt die CSU. Obgleich die Partei bei der Kommunalwahl mit 33 Prozent der Stimmen im Vergleich zur Vorwahlperiode deutlich zulegen konnte und mit acht Sitzen die stärkste Fraktion im neuen Ismaninger Gemeinderat stellt, konnte sie ihren Kandidaten Werner Kastner nicht durchsetzen.
CSU-Bürgermeisterkandidatin Sabine Wilhelm, die Amtsinhaber Greulich in die Stichwahl gezwungen hatte, zeigte sich von diesem Ergebnis wenig überrascht, hatte sich die Freie Wählergemeinschaft doch bereits vor der Stichwahl für den SPD-Kandidaten ausgesprochen. Die CSU-Fraktion werde ihre Themen mit Anträgen im Gemeinderat vorantreiben, sagt Wilhelm, und sich insbesondere für eine Wirtschaftsförderung sowie Leerstandsmanagement einsetzen. „Ich denke, mit guten Argumenten und einer guten Diskussionskultur kann man immer etwas bewirken“, sagt Wilhelm. Fachliche Reibung in der Debatte könne für die Gemeinde produktiv sein.
Neben der Bürgermeisterfraktion SPD, die um einen Sitz auf sechs geschrumpft ist, komplettiert FDP-Vertreter Frank Rosemann das Gremium.


