In der Nacht auf Samstag ist in Ismaning die Halle des Burschenvereins, die sogenannte Kienasthalle, nahe dem Sportplatz aus noch ungeklärter Ursache komplett abgebrannt und eingestürzt. Das eigentlich für Samstagabend im Burschenstadl geplante Weinfest mussten die Ismaninger Burschen infolge des Brands absagen.
Gegen 01.22 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Ismaning wegen des Brands eines landwirtschaftlichen Gebäudes alarmiert, schon bei der Anfahrt wurde den Einsatzkräften klar, dass der Burschenstadl in Vollbrand stand. Die Feuerwehrler starteten einen ersten Löschangriff mit B- und C-Rohren, forderten in der Folge aber mit einer Alarmstufenerhöhung weitere Einsatzkräfte und das Verlegen einer Wasserversorgung an die Löschfahrzeuge an.

Die hinzugezogene Verstärkung unterstützte bei der Brandbekämpfung, zum Einsatz kam auch das Einsatzhilfsfahrzeug (EHF) der Kreisbranddirektion des Landkreises München. Mehr als 150 Einsatzkräfte aus Ismaning sowie der umliegenden Feuerwehren aus Garching, Aschheim, Unterföhring, Heimstetten, Feldkirchen, Kirchheim, Eicherloh sowie des ABC-Zugs München Land und des Technischen Hilfswerks waren gemeinsam im Einsatz. Mit der ferngesteuerten modularen Plattform des EHF konnten schließlich ohne Gefährdung der Ehrenamtlichen die schwer zugänglichen Brandnester gelöscht werden. Um kurz nach 2 Uhr konnte gemeldet werden: „Feuer in Gewalt.“ Ismanings Feuerwehrkommandant Christian Dobmaier lobte den Einsatz, sagte aber auch, die Halle sei nicht zu retten gewesen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen.
Die Bahnstrecke musste zwischenzeitlich gesperrt werden
Während des Einsatzes mussten die nahe gelegenen Bahngleise gesperrt werden, ein hinzugerufener Notfallmanager der Deutschen Bahn hatte die Sperrung veranlasst. Nach Löschung des Brands wurde die Trasse bei langsamer Fahrt für die Züge wieder freigegeben.
Der Ismaninger Burschenverein schrieb auf Social Media von einer „Tragödie“ und bedankte sich bei den Einsatzkräften. „Jetzt heißt es stark bleiben – wir lassen uns davon nicht unterkriegen“, so die Ismaninger Burschen.

