Apokalyptische Reiter, zu lange, deformierte Gesichter, ein metaphorischer „Gott“ der Stadt, expressionistische Szenerien, uniformierte Nazis, die wie Ameisen in die Straße getupft sind, Kompositionen aus diversen Raum- und Bedeutungsebenen: Die Kunstwerke, die jetzt in der Ausstellung „In den Strudeln der Zeit – Bilder zur deutschen Geschichte aus der Sammlung Gerhard Schneider“ im Kallmann-Museum Ismaning zu sehen sind, dokumentieren nicht die historisch sachliche Realität, sie erheben nicht wie Fotografien den Anspruch, die Wirklichkeit im Bild einzufangen. Sie transportieren, wenn man so will, eine andere, vielleicht „poetische“ Wahrheit, sie erzählen Geschichte aus dem persönlichen Erleben und Verarbeiten heraus, dabei aber immer auch repräsentativ und nachvollziehbar.
KunstausstellungEine Lektion in Finsternis
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Im Kallmann-Museum Ismaning wird die Ausstellung „In den Strudeln der Zeit – Bilder zur deutschen Geschichte aus der Sammlung Gerhard Schneider“ eröffnet. Sie präsentiert Werke, die als Zeugnisse die deutsche Geschichte speziell in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts widerspiegeln: grausam und untergangsnah.
Von Udo Watter, Ismaning
