RaumfahrtIsar Aerospace will zweite Rakete in Norwegen starten

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Die erste „Spectrum“-Rakete von Isar Aerospace hob am 30. März 2025 vom Startplatz in Norwegen ab.
Die erste „Spectrum“-Rakete von Isar Aerospace hob am 30. März 2025 vom Startplatz in Norwegen ab. (Foto: STR/AFP)
  • Isar Aerospace plant den zweiten Start seiner Spectrum-Rakete für 21. Januar 2026 vom Weltraumbahnhof Andøya Space in Norwegen.
  • Die Mission "Onward and Upward" soll fünf Kleinsatelliten und ein Experiment ins All bringen und kritische Systeme validieren.
  • Das Unternehmen errichtet einen neuen 40 000 Quadratmeter großen Fertigungsstandort in Vaterstetten-Parsdorf, der noch 2026 eröffnet werden soll.
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Das Start-up plant den zweiten Start seiner Spectrum-Rakete noch für Januar. Die Mission soll fünf Kleinsatelliten ins All bringen. Im Laufe des Jahres soll auch ein neuer Fertigungsstandort in Betrieb gehen.

Von Bernhard Lohr, Ottobrunn

Das Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace aus Ottobrunn steht kurz vor dem zweiten Start seiner „Spectrum“-Rakete. Der Flug soll möglichst bereits am Mittwoch, 21. Januar, 21 Uhr, vom firmeneigenen Startgelände auf dem Weltraumbahnhof Andøya Space in Norwegen erfolgen – sofern die Wetterbedingungen passen sowie die Sicherheits- und Startplatzfreigabe erteilt wird. „Dieser Qualifikationsflug ist der nächste Schritt zu einem souveränen Zugang zum Weltraum für Europa“, sagt Geschäftsführer und Firmengründer Daniel Metzler. Ein erster Testflug der von dem Unternehmen im Südosten Münchens entwickelten und gebauten Rakete am 30. März 2025 hatte nur 30 Sekunden gedauert, wurde aber gleichwohl als Erfolg gewertet.

Nur zehn Monate nach dem Beweis, dass Trägerraketen in Europa entwickelt, gebaut und gestartet werden können, will das 2018 gegründete Unternehmen nachlegen. Europa benötige dringend Zugang zum Weltraum, sagt Firmenchef Metzler. „Eine schnelle Weiterentwicklung entsprechender Fähigkeiten ist jetzt entscheidend, um Kapazitäten genau dann bereitzustellen, wenn sie benötigt werden.“ Die aktuelle Mission „Onward and Upward“ startet einer Mitteilung von Isar Aerospace zufolge mit dem Ziel, kritische Systeme der Trägerrakete „Spectrum“ unter operativen Bedingungen zu validieren. Es sei der erste Flug mit Nutzlasten an Bord. Dabei handele es sich um fünf Kleinsatelliten und ein Experiment.

„Die Erkenntnisse, die wir mit dieser Mission gewinnen, werden die Weltrauminfrastruktur Europas stärken. Eine Fähigkeit, die für die Verteidigungsbereitschaft und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit unerlässlich ist“, ergänzt Alexandre Dalloneau, Vizepräsident für Startoperationen bei Isar Aerospace.

Die „Spectrum“-Trägerraketen Nummer drei bis sieben befinden sich laut Isar Aerospace bereits in Produktion. Aktuell errichtet das Unternehmen einen neuen 40 000 Quadratmeter großen Fertigungsstandort in Vaterstetten-Parsdorf im Osten Münchens, dieser soll noch in diesem Jahr eröffnet werden. Dort werde eine vollständig automatisierte und letzten Endes industrialisierte Herstellung der Raketen angepeilt, deren Bauteile fast vollständig aus eigener Hand kämen, heißt es aus dem Unternehmen. Isar Aerospace beschäftigt aktuell mehr als 400 Mitarbeiter aus mehr als 50 Nationen an fünf internationalen Standorten.

Auch die deutsch-französische Ariane-Group mit ihrem Standort in Ottobrunn-Taufkirchen hat sich für 2026 viel vorgenommen. Das Unternehmen kündigte am Freitag an, die Zahl der Starts ihrer Trägerrakete Ariane 6 im laufenden Jahr verdoppeln zu wollen. Insgesamt seien sieben bis acht Flüge geplant, so Firmenchef Pierre Godart.

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