Interview:"Es war überwältigend"

Interview: Frank Solfrank ist Vorsitzender des Männergesangvereins Unterföhring. Eine 30-köpfige Delegation von Sängern hat der Partnergemeinde Kamsdorf in Thüringen einen Besuch abgestattet - nach langer Corona-Pause.

Frank Solfrank ist Vorsitzender des Männergesangvereins Unterföhring. Eine 30-köpfige Delegation von Sängern hat der Partnergemeinde Kamsdorf in Thüringen einen Besuch abgestattet - nach langer Corona-Pause.

(Foto: Privat)

Die Unterföhringer Sänger konnten endlich nach Thüringen reisen

Von Sabine Wejsada, Unterföhring

Nach fast zwei Jahren Corona-Pause hat sich eine 30-köpfige Delegation des Männergesangvereins Unterföhring zum Tag der Deutschen Einheit auf den Weg in die Partnergemeinde Kamsdorf in Thüringen gemacht. Das gemeinsame Singen mit den Kollegen vom Männergesangverein Großkamsdorf war zwar pandemiebedingt nicht möglich. Trotzdem haben Gäste wie Gastgeber das Treffen als "ihren ganz persönlichen Tag der Deutschen Einheit" empfunden, wie Franz Solfrank, der Vorsitzende der Unterföhringer Sänger, berichtet.

SZ: Herr Solfrank, wie war's nach so langer Zeit in Kamsdorf?

Frank Solfrank: Einfach schön. Eigentlich sollten sich drei Chöre treffen, neben den Kamsdorfern und uns auch die Sänger aus unserer italienischen Partnerstadt Tarcento. 2018 und 2019 haben wir alle gemeinsam gesungen, zuerst zum Jubiläum der Gemeindepartnerschaften Unterföhrings und dann zum 100. Geburtstag unseres Vereins. Doch das hat schon 2020 wegen der Pandemie nicht geklappt. Jetzt haben zwar auch nur zwei Chöre zusammenkommen können, aber es war höchste Zeit, das irgendwie nachzuholen, und es war überwältigend.

War der Termin zum "Tag der Deutschen Einheit" bewusst ausgewählt?

Nein, es war der einzige passende Termin, weil ab dem Zeitpunkt das aktive Vereinsleben wieder möglich war. Das Fazit unseres Besuchs ist aber tatsächlich: Für uns alle war das unser ganz persönlicher Tag der Deutschen Einheit. Und da nehmen wir viel Motivation mit für unseren Neustart in der Corona-Zeit.

Wie intensiv ist die Verbindung zwischen den Sängern aus West und Ost?

In den vergangenen sechs Jahren waren wir Unterföhringer dreimal mit dem ganzen Chor in Kamsdorf und der MGV Großkamsdorf zweimal bei uns. Und es gibt viele weitere direkte Kontakte, im Verein und privat. Während der Corona-Zeit habe ich mit dem Kamsdorfer Vorsitzenden Peter Goldbeck fast jede Woche telefoniert.

Was hat sich seit dem letzten Besuch der Unterföhringer verändert?

Kamsdorf ist keine eigene Gemeinde mehr, sondern ein Ortsteil von Unterwellenborn. Aber die Unterstützung durch die neue Verwaltung ist genauso groß. Für uns ändert sich in der Partnerschaft nichts.

Was hat Sie am meisten beeindruckt?

Wie immer die überwältigende Gastfreundschaft und die Begeisterung der Kamsdorfer Sänger mit ihren Familien.

Gab es etwas, dass Sie vermisst haben?

Natürlich, dass die Kollegen aus Italien nicht dabei waren. Und dass wegen der Corona-Auflagen kein Auftritt möglich war. Es war also ein Treffen von Chören, ohne dass gesungen werden konnte, weder einzeln noch gemeinsam. Das hat der Stimmung aber nicht geschadet.

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