Als Cristina Sánchez im September 2019 aus Andalusien nach Ottobrunn im Landkreis München kam, um zu ihrem Mann zu ziehen, der bei Airbus einen Job gefunden hatte, sprach sie kein Wort Deutsch. Die studierte Anglistin hatte in Spanien als Lehrerin und Erzieherin gearbeitet, auch in ihrer neuen Heimat wollte sie möglichst rasch eine Arbeitsstelle finden. Doch Sánchez merkte schnell: „Wenn man die Sprache nicht kann, ist alles unsicher.“
Weniger Förderung für IntegrationskurseOhne die Sprache ist alles nichts
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Innenminister Dobrindt will bei Deutschkursen sparen – Bildungseinrichtungen und Hilfsorganisationen sind entsetzt. Sie sehen in den Kürzungen einen Rückschlag für die Integration von Ausländern und die Qualifikation dringend benötigter Arbeitskräfte.
Von Irmengard Gnau und Annette Jäger
