Im SchlossgartenOrnamentale Akzente im Nebelgrau

Catherina Hess
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Der Barockgarten von Schloss Schleißheim ist auch im Winter sehenswert, wenn Schnee und Graupel die Muster der Broderiebeete nachzeichnen. Der Schlossgarten gilt als einer der wenigen erhaltenen aus der Barockzeit, die meisten wurden im Laufe des 19. Jahrhunderts in Landschaftsparks umgewandelt. Nicht so die Anlage in Schleißheim, die auf die Pläne von Henrico Zucalli zurückgeht. Der streng symmetrisch ausgerichtete Garten ist eine Komposition aus Wasserwegen, Fontänen und Kaskaden, Beeten und Bäumen, orientiert an der französischen Gartenkunst. 1945 wurde der Schlossgarten stark zerstört, was man ihm heute nicht mehr ansieht. Im Sommer zaubern hier Tausende von Blumen wundervolle Farbakzente, im Frühling ist die Obstbaumblüte ein Augenschmaus und jetzt ist es das Ornamentale, das im Vordergrund steht und klare Akzente im Nebelgrau oder an Sonnentagen setzt. Hier zu flanieren ist auch für Bürgerliche immer ein Genuss.

© SZ vom 05.02.2018 / SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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