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Hohenbrunn:Radfahrer sollen es sicherer haben

SPD und CSU fordern, den Verkehr auf Gemeindegebiet zu entschärfen

Wer schon einmal am Abend per Fahrrad von der B 471 aus dem Dorfkern kommend in die Hohenbrunner Straße in Richtung Riemerling gefahren ist, dem dürfte durchaus mulmig geworden sein. Stockfinster ist es dort, die Autos überholen einen mit hohem Tempo, man fährt mangels Radweg direkt an der Straße und atmet tief durch, wenn man den beleuchteten Teil der Straße erreicht hat. Nur eine von mehreren Stellen auf Gemeindegebiet, die nach Meinung der SPD-Gemeinderatsfraktion dringend einer Überarbeitung bedürfen, um das Fahrradfahren sicherer und damit auch attraktiver zu machen. Nur dadurch könnten, so die Sozialdemokraten in ihrem Antrag, der in der Bauausschusssitzung diesen Donnerstag (19.30 Uhr) behandelt wird, "mehr Bürger dazu ermutigt werden, mit dem Fahrrad zu fahren und auf das Auto zu verzichten".

In oben genanntem Beispiel solle etwa geprüft werden, ob diese Einmündung in die geschlossene Ortschaft integriert werden kann - also die Ortsschilder weiter in Richtung Ottobrunn/Brunnthal verlegt werden können, um hier die Autos herunterzubremsen. Außerdem könnten Verkehrszeichen "Vorsicht Radfahrer" aufgestellt und rote Markierungen angebracht werden. In Richtung Riemerling sollte der Radweg entlang der Hohenbrunner Straße verlängert werden bis zum Anschluss an den dort bestehenden Radweg.

Auch an der Dorfstraße, am Bahnübergang Kirchstockacher Straße und an der Taufkirchener Straße in Richtung Brunnthal sieht die SPD Hohenbrunn Nachholbedarf. Außerdem fordert die Fraktion, dass sämtliche reinen Radwege mit rotem Fahrbahnbelag versehen werden.

Unterdessen hat sich auch die CSU-Gemeinderatsfraktion mit der Verkehrssicherheit im Ort beschäftigt und einen weiteren Antrag für die Donnerstagssitzung eingebracht, in dem es speziell um eine Geschwindigkeitsbeschränkung im Dorfkern geht. So fordern die Christsozialen permanente Tempo-30-Zonen über die gesamte Länge der Kirchstockacher Straße vom Bahnübergang bis zur Einmündung in die Dorfstraße und auf der Siegertsbrunner Straße, beginnend am Ortseingang an der Schule über die Dorfstraße bis zum Pfarrer-Wenk-Platz. Entsprechende Anträge seien bei der zuständigen Landkreisverwaltung einzubringen. Als Begründung führt die Hohenbrunner CSU die fehlende Übersichtlichkeit in beiden Bereichen an. "Für die Sicherheit der Kinder auf ihrem Weg zur Schule, Kindergarten oder Spielplatz ist eine permanente Tempo-30-Regelung notwendig", heißt es in dem Antrag.

© SZ vom 15.07.2020 / stga

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