Ein ungewöhnlicher Notfalleinsatz gibt der Polizei Rätsel auf. Ein Zeuge teilte am Sonntag gegen 11.55 Uhr über Notruf mit, dass bei Hohenbrunn eine brennende Person in etwa 30 Metern Höhe auf einem Hochspannungsmast stehe. Sofort wurden Einsatzkräfte der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes alarmiert, auch mehrere Streifen der Münchner Polizei eilten Richtung Kirchstockacher Weg südlich der B 471.
Dort bestätigte sich den Einsatzkräften, dass ein offenkundig verletzter Mann auf dem Strommast stand. Es wurden umgehend zwei Sprungpolster in Stellung gebracht sowie ein Gerätesatz Absturzsicherung. Zudem wurde die Höhenrettungsgruppe der Berufsfeuerwehr nachalarmiert. Diese wurde jedoch nicht benötigt, da der Mann den Strommast selbständig herunterstieg.
Unten angekommen wurde dieser sofort vom Notarzt versorgt. Anschließend wurde der Mann, der sich der Polizei zufolge schwere Brandverletzungen zugezogen hatte, vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Ein Intensivrettungshubschrauber, der ebenfalls angefordert wurde und landete, wurde nicht gebraucht.
Wie die Polizei am Montag mitteilte, handelt es sich bei dem Verletzten um einen 66-jährigen Österreicher. Was der Mann auf dem Hochspannungsmast zu suchen hatte, ist gegenwärtig unklar. Medien berichten, bei dem Mann solle es sich um einen Falkner handeln. Die Polizei macht dazu keine Angaben. Aus dem Polizeipräsidium heißt es nur, die Hintergründe des Vorfalls seien aktuell Gegenstand der Ermittlungen. Diese hat das Kommissariat 13 am Polizeipräsidium München übernommen.
Zeugen wollen dem Münchner Merkur zufolge gesehen haben, dass der Mann einen Rucksack und ein Fernglas trug, als er auf dem Strommast stand. Rucksack und Kleidung seien verbrannt und hingen, als die Rettungskräfte eintrafen, noch in den Leitungen. Möglicherweise entzündete ein Lichtbogen zwischen den Stromkabeln, der durch den Körperkontakt ausgelöst wurde, die Kleidung des Mannes.
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