Die Gemeinde Hohenbrunn hat die Voraussetzungen geschaffen, um weitere Unternehmen anzusiedeln: Noch im alten Jahr ist die neue Erschließungsstraße für das Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Muna-Gelände im Südosten der Gemeinde fertiggestellt worden – sie wird den Namen Emmy-Noether-Straße tragen. Damit können nun weitere 15 000 Quadratmeter Gewerbefläche ausgewiesen werden. Die Gesamtinvestition der Gemeinde inklusive Straßenbau und der Verlegung von Leitungen beträgt etwa 2,9 Millionen Euro. Dazu kommt der Neubau des Gemeindestadls auf dem dortigen Areal, der mit weiteren 350 000 Euro veranschlagt ist.
Maßnahmen, die den Wünschen der Firmen in der Kommune entsprechen. Diese hatten sich in einer Umfrage zur Unternehmenszufriedenheit im Dezember unter anderem dafür ausgesprochen, Hohenbrunn möge zusätzliche Grundstücke für Gewerbe umwidmen oder anschaffen. In diesem Fall war lediglich die Erschließung nötig, denn das Gelände ist ohnehin im Besitz der Gemeinde. Schon 2015 hatte der Gemeinderat verfügt, dass das bestehende Gewerbegebiet erweitert und eine neue Zufahrtsstraße gebaut werden sollte.
2021 begannen die Erschließungsarbeiten, 2022 wurden mehrere alte Hallen abgerissen und der Boden entlang der geplanten Trasse abgetragen. 2023 folgten Infrastrukturarbeiten wie die Verlegung eines neuen Abwasserkanals, einer Wasser- und einer Fernwärmeleitung. Zwischen Juni und November wurde dann der Straßenbau ausgeführt.

Mittlerweile ist man damit beschäftigt, die neuen Flächen zu veräußern. Drei bis vier Unternehmen sollen auf dem Gelände Platz finden, der Abschluss der Verkaufsverhandlungen wird bis Ende 2025 erwartet. Dieser Schritt hin zu mehr Gewerbe auf Gemeindegebiet ist auch deshalb notwendig, weil Hohenbrunn auf höhere Steuereinnahmen hofft. Die Kommune hat einige kostenintensive Projekte zu stemmen, darunter das neue Hallenbad auf dem Sportcampus der Carl-Steinmeier-Mittelschule im Ortsteil Riemerling oder das Bauprojekt Hohenbrunn-West mit der neuen Realschule in der Nähe des S-Bahnhofs.
Dementsprechend positiv bewertet Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) den Schritt: „Mit der Erschließung dieser zusätzlichen Gewerbeflächen stärken wir den Wirtschaftsstandort Hohenbrunn nachhaltig und schaffen Raum für innovative Unternehmen.“ Die Erweiterung des Hohenbrunner Gewerbegebiets sei ein „wichtiger Schritt für unsere Zukunftsfähigkeit und wirtschaftliche Entwicklung“.

