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Campus Hohenbrunn:Außen Holz, innen Licht

Hohenbrunn, Carl-Steinmeier-Mittelschule, Infoveranstaltung zum Neubau, Foto: Angelika Bardehle

Zwei Lichthöfe sollen sicherstellen, dass es in den Neubauten der Carl-Steinmeier-Mittelschule (im Modell links) taghell ist.

(Foto: Angelika Bardehle)

Architektin stellt im Gemeinderat Hohenbrunn Vorentwurf für Schulbau vor.

Von Melanie Artinger, Hohenbrunn

Die Neuordnung des Bildungscampus beschäftigt die Gemeinde Hohenbrunn seit Jahren. Nun hat der Zweckverband der Carl-Steinmeier-Mittelschule die Vorentwurfsplanung des Neubaus für 430 Schüler vorgestellt. Im September 2018 sollen dort die ersten Unterrichtsstunden stattfinden. Auf dem Areal in Riemerling befinden sich neben der in die Jahre gekommenen Mittelschule eine Grundschule und ein Kindergarten sowie ein Schwimmbad mit darüber gelegener Sporthalle.

Per Bürgerentscheid wurde der Standort des Neubaus der Mittelschule ein paar hundert Meter weiter, auf den bisherigen Sportfreiflächen, festgelegt. Die Beschlusslage sieht derzeit außerdem vor, Schwimmbad und Turnhalle nach dem Umzug der Schüler in den Neubau dort zu errichten, wo jetzt noch die Mittelschule steht. Nähere Planungen dazu liegen bisher nicht vor.

"Wir befinden uns noch in einem sehr frühen Stadium der Planung und die Pläne sind auch noch ganz frisch", erklärt Bürgermeister und Vorsitzender des Zweckverbands Stefan Straßmair (CSU). Auch die Gemeinderäte würden sie zum ersten Mal sehen. Mit der aktuellen Planung wolle man die Bedenken der Bürger aufgreifen. Dies beziehe sich vor allem auf die Höhe des Gebäudes. "Wir wollen hier eine Schule planen, die den Schülern optimales Lernen ermöglicht," bekräftigt Straßmair.

Die Architektin schlägt ein zweigeschossiges Ensemble mit Holzfassade vor

Die Architektin Christine Rapp von der ARGE Baurconsult und kplan AG stellte die Vorentwurfsplanung für das zweigeschossige Ensemble mit Holzfassade vor. "Wir haben das Gebäude der Mittelschule gut an die Proportionen der Grundschule angepasst, um so eine Campusentwicklung auf dem Gelände zu schaffen", erklärt Rapp. Zwei Lichthöfe schaffen ein "lichtdurchflutetes Gebäude".

So werden auch im Tiefgeschoss Räume, in die Tageslicht fällt, entstehen. Dort sind Fachräume etwa für den Werk- oder Physikunterricht geplant. Die 22 Klassenräume befinden sich zum Großteil im ersten Stock. Gruppenräume sollen Ausweichflächen und Differenzierungsmöglichkeiten bieten. An den Haupteingang, der über die Georg-Kerschensteiner-Straße erschlossen wird, schließt sich eine offene Aula an. Die Räume sind alle barrierefrei zugänglich.

Gisela Pfaller befürchtet, dass der Pausenhof viel zu klein ist

"Dieses Konzept ist in enger Abstimmung mit dem Nutzer entwickelt worden", erläutert Rapp. Kritik kommt von Gemeinderätin Gisela Pfaller (Grüne), die Bedenken hinsichtlich der Größe der Freiflächen äußert: "Mir erscheint der Pausenhof viel zu klein." Schulleiter Karl Spreng hält dem entgegen, dass die Prognosen der Schülerzahlen in den kommenden fünf Jahren lediglich einen kleinen Anstieg von derzeit 390 auf 430 Schüler verzeichneten. Für diese Schülerzahlen sei der Pausenhof ausgelegt.

Die anwesenden Anlieger äußerten ihre Skepsis darüber, dass die Planung ausreichend Parkplätze vorsehe. Außerdem sorgten sie sich um die Sicherheit der Schüler während der Bauphase. Die Kosten des Neubaus werden auf 20 Millionen Euro geschätzt. Die Grundsteinlegung ist für Februar 2017 vorgesehen, im September 2018 sollen die Schüler der Carl-Steinmeier-Mittelschule den Neubau dann erstmals betreten.

© SZ vom 22.01.2016

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