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Höhenkirchner Forst:Weitere Rotoren geplant

Kommunen beraten über Windkraftnutzung

Nach dem Hofoldinger Forst gibt es jetzt Überlegungen, Windkraftanlagen auch im Höhenkirchner Forst zu errichten. Die Gemeinden Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Egmating und Oberpframmern wollen sich zu einer Arbeitsgemeinschaft (Arge) Höhenkirchner Forst zusammenschließen, um gemeinsam planungsrechtliche Grundlagen für eine Windkraftnutzung in ihren Wäldern zu bestimmen. So sollen städtebauliche Ziele wie auch der Schutz der Bevölkerung gewährleistet werden, heißt es in einer Sitzungsvorlage, die diesen Donnerstag im Bauausschuss des Gemeinderats von Höhenkirchen-Siegertsbrunn behandelt wird. Die Rathausverwaltung empfiehlt, dem Arge-Beitritt zuzustimmen.

Das angestrebte Bündnis hat Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) selbst initiiert, damit sich die Gemeinden bei dem von der Staatsregierung befürworteten Ausbau der Windkraft in Bayerns Forsten das Heft nicht aus der Hand nehmen lassen. Damit geht sie den Weg der benachbarten Kommunen Sauerlach, Aying, Brunnthal und Otterfing, die ebenfalls mit einer Arge versuchen, die Windkraftnutzung im Hofoldinger Forst zu reglementieren und eigene Rechte zu sichern. Alleine Brunnthal lehnt es bisher ab, einen Standortsicherungsvertrag mit den Staatsforsten abzuschließen, der maximal vier Windkraftanlagen im Hofoldinger Forst zulässt. Diesen Mittwoch entscheidet der Brunnthaler Gemeinderat, ob er er sich dem Vertragsabschluss weiter verweigert und eventuell in Kauf nimmt, dass möglicherweise deutlich mehr Anlagen entstehen. Diese sind baurechtlich im Außenbereich privilegiert und schwer zu verhindern.

Über die Anzahl möglicher Windräder spricht man in Höhenkirchen-Siegertsbrunn noch nicht. Die Gemeinde hat 2013 eine Konzentrationsfläche für Windkraft ausgewiesen, die an die Gemeindegrenzen zu Egmating und Oberpframmern im Landkreis Ebersberg heranreicht. Eine Bebauung dieser Höhenkirchner Flächen soll mit Unterstützung der Gemeinden, die wegen der Sichtbarkeit der Anlagen und anderer Auswirkungen indirekt betroffen sind, sowie der Landkreise München und Ebersberg vorangetrieben werden.