Kinderbetreuung:Von der Großtagespflege zur Mini-Kita

Lesezeit: 1 min

Die Villa Glückskind in Siegertsbrunn wird die erste Einrichtung mit dieser Rechtsform im Landkreis.

Die Villa Glückskind in Siegertsbrunn wird im September zur ersten Mini-Kita im Landkreis. Aktuell handelt es sich bei der Einrichtung in der Saglerstraße noch um eine Großtagespflege, die zehn Kinder im Alter von bis zu drei Jahren besuchen. Mit Beginn des neuen Betreuungsjahrs soll sie nun in die neue Rechtsform überführt werden. Einem dahingehenden Antrag der Einrichtung hat der Höhenkirchen-Siegertsbrunner Gemeinderat zugestimmt und damit auch einen Anstieg der gemeindlichen Förderung von derzeit 21 000 auf dann 56 000 Euro pro Jahr abgesegnet.

"Das wird ein Modellprojekt im Landkreis und ist eine tolle Sache", lobte Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) die Pläne der Villa Glückskind. Sie verwies auf mehrere Vorteile, die mit der Umwandlung in eine Mini-Kita einhergingen. Diese sei eine rechtlich voll anerkannte Einrichtung mit Fachpersonal, die den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz auch für über Dreijährige erfülle, betonte Konwitschny. Zudem könnten dort statt Kinderpflegerinnen auch Tagesmütter mit Zusatzqualifikation arbeiten. Diese seien dann - anders als in der Großtagespflege - nicht mehr fest an jeweils fünf Kinder gebunden, was die Betreuungssituation deutlich flexibler mache. Überdies dürfe eine Mini-Kita auch Teilzeitkräfte einstellen sowie selbst Erzieherinnen und Kinderpfleger ausbilden, sagte die Bürgermeisterin. Und nicht zuletzt würde die Villa Glückskind nach der Umwandlung zwölf statt zehn Kinder betreuen.

Zugleich werden an eine Mini-Kita aber auch höhere Anforderungen als an eine Großtagespflege gestellt, etwa die Räume betreffend. Dies stellt dem Rathaus zufolge bei der Villa Glückskind aber kein Hindernis dar; lediglich kleinere Umbaumaßnahmen wären vonnöten. Für die Eltern habe die Umwandlung den Vorteil, dass sie seltener von krankheitsbedingten Personalengpässen betroffen seien, da die Zuteilung der Mitarbeiterinnen zu bestimmten Kindern entfalle. Die Betreuungsgebühren in der Mini-Kita sollen sich an den Krippengebühren in der Gemeinde orientieren - sprich: Es würde etwas teurer werden. So zahlen Eltern aktuell in der Großtagespflege Villa Glückskind beispielsweise 329 Euro je Monat für eine Betreuung von täglich sechs bis sieben Stunden. In einer der Höhenkirchen-Siegertsbrunner Kinderkrippen werden hierfür 377 Euro fällig.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB