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Höhenkirchen-Siegertsbrunn:Transparenz bei Windkraft

Rathaus sichert offene Bürgerdiskussion zu

Im Vorfeld der Bürgerbeteiligungs-Veranstaltung zu den geplanten Windkraftanlagen im Höhenkirchner Forst wächst die Anspannung. Die CSU hat im Gemeinderat Kritik daran geäußert, dass vorab in nichtöffentlicher Sitzung des Gremiums das Thema behandelt wurde. Roland Spingler sagte, das passe nicht zu den von allen Fraktionen nach der Wahl erklärten Absichten, mehr Transparenz zu schaffen. Es würden keine privatrechtlichen Belange berührt, die einer öffentliche Debatte entgegenstünden. Spingler lenkte allerdings "nolens volens" ein, wie er sagte, als Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) das Vorgehen mit dem Wunsch der Energieagentur Ebersberg-München begründete, vor der als Online-Veranstaltung geplanten Bürgerbeteiligung die Gemeinderäte zu informieren.

Konwitschny sicherte außerdem zu, dass im Gemeinderat eine öffentliche Debatte folgen werde. Auch sei, wenn möglich, eventuell bereits im Herbst eine Präsenzveranstaltung mit Bürgern geplant. Eine frühzeitige Bürgerbeteiligung sei wichtig, sagte sie. An der wegen der Hygiene-Vorgaben im Zuge der Corona-Pandemie notwendigen Online-Veranstaltung am Montag, 6. Juli, 19 Uhr, können Konwitschny zufolge 500 Personen teilnehmen, die sich, etwa über einen Link auf der Homepage der Gemeinde, einloggen können. Über eine Chatfunktion können Fragen gestellt werden. Weitere Online-Veranstaltungen sind für jede an dem Windkraft-Projekt im Höhenkirchner Forst beteiligte Gemeinde geplant. Auch für die Projekte im Hofoldinger Forst wird es diese Form der Bürgerbeteiligung geben.

Derzeit laufen wie im Hofoldinger Forst Voruntersuchungen zum Bau von drei Windrädern im Höhenkirchner Forst. Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Egmating und Oberpframmern verfolgen diese Pläne gemeinsam und unterstützt vom Landkreis München in einer Arbeitsgemeinschaft. Die Energieagentur begleitet das Vorhaben.

© SZ vom 22.06.2020 / belo

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