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Höhenkirchen-Siegertsbrunn:Grüne wollen Radverkehr stärken

Die Grünen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn fordern eine "Mobilitätswende" in ihrer Gemeinde - inklusive einer Umverteilung des öffentlichen Raums zugunsten des Rad- und Fußverkehrs. Hierfür haben sie die Erstellung eines Mobilitätskonzepts beantragt, dessen Ziel "ein geschlossenes und sicheres Rad- und Fußwegenetz" sein soll. Im ersten Schritt wollen die Grünen Radschutzstreifen an den gemeindlichen Hauptverkehrsstraßen einrichten. "Leider ist Radfahren in Höhenkirchen-Siegertsbrunn an vielen Stellen gefährlich", heißt es im Antrag. Die Straßen seien für den Autoverkehr optimiert, "Fußgänger und Radfahrer haben das Nachsehen". Um diese "Versäumnisse der Vergangenheit" aufzuholen, brauche es ein Mobilitätskonzept. Dieses soll den Grünen zufolge besondere Rücksicht auf die Belange von älteren Menschen und Kindern nehmen, eine gute Vernetzung von Rad-, Fuß- und öffentlichem Nahverkehr beinhalten, "Tempolimits im gesamten Ort" vorschlagen sowie Wege zu einer fahrradgerechten Infrastruktur aufzeigen, etwa ausreichend überdachten Fahrradständer. Zudem bringt die Fraktion die Mitgliedschaft der Gemeinde in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) ins Spiel sowie die Ernennung eines ehrenamtlichen Radverkehrsbeauftragten. Die Gelder für die Erstellung eines Konzepts sind den Grünen zufolge schon im Haushalt eingeplant - in Form von 70 000 Euro, die vor einigen Jahren für ein Mobilitätskonzept vorgesehen, bisher aber noch nicht abgerufen worden seien.

© SZ vom 14.01.2021 / stä
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