Neben Reinhold Messner, Hannes Jaenicke, Anna Schaffelhuber und all den anderen großen Namen könnten die kleineren Veranstaltungen womöglich etwas untergehen – diese Befürchtung hat die Organisatorinnen durchaus umgetrieben vor den Eventtagen „Impuls nachhaltige Zukunft“ in Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Zum Beispiel ein Vortrag über Wärmepumpen in Kooperation mit der Energieagentur Ebersberg-München: „Da haben wir kurz gedacht: Da kommt doch niemand“, sagt Dorothee Stoewahse.
Tatsächlich aber sei der Raum dann mit 30 Interessierten „pickepackevoll“ gewesen, berichtet die gemeindliche Umweltbeauftragte, die zusammen mit der Dritten Bürgermeisterin Andrea Hanisch federführend für die Organisation dieser Eventtage anlässlich des fünften Geburtstags von Höhenkirchen-Siegertsbrunn als Klimaschutzgemeinde zuständig war. „Und die Veranstaltung war erst nach 105 Minuten vorbei, nachdem die letzte Frage beantwortet wurde.“
Und so gut dieser Vortrag zu Wärmepumpen angekommen sei, so groß sei auch die Resonanz insgesamt gewesen, sagt Stoewahse. „Es war fantastisch“, betont sie mit Blick auf circa 3000 Gäste. „Wir waren überwältigt von dem Andrang.“ Den Auftakt hatte ein gut besuchter Diskussionsabend mit Schauspieler Hannes Jaenicke gemacht, der mit Experten aus der Landwirtschaft über „Den Boden unter unseren Füßen“ sprach. Weitere Highlights neben Dutzenden Vorträgen, Workshops und Mitmachaktionen waren ein Interview mit der mehrfachen Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber über Vielfalt und Inklusion sowie eine Podiumsdiskussion, unter anderem mit Landrat Christoph Göbel (CSU) und Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD), zum Thema „Klimaschutz hier und jetzt!“.
Der prominenteste Gast war jedoch Bergsteiger-Legende Reinhold Messner, dessen Vortrag „Kalipé – Immer ruhigen Fußes“ trotz Ticketpreisen von knapp 50 Euro fast 500 Besucherinnen und Besucher in die Mehrzweckhalle zog. „Es war wichtig, dass wir damit einen großen Auftakt und ein Zugpferd hatten“, sagt Dorothee Stoewahse, deren Team aus 20 Helferinnen und Helfern die Eventtage ehrenamtlich organisiert hat. Ob es eine Wiederauflage geben wird? „Jetzt müssen wir erst mal alles sacken lassen“, antwortet Stoehwahse. Sie habe aber den Eindruck, dass das übergeordnete Ziel – nämlich „den Klimaschutz in der Gemeinde zu verankern“ – erreicht worden sei. „Ich zumindest“, sagt Dorothee Stoewahse, „habe mich noch nie so sehr als Klimaschutzgemeinde gefühlt.“

