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Höhenkirchen-Siegertsbrunn:Eine Stimme für die Jugend

SPD-Gemeinderatsmitglied Rupert Franke ist einer der Mitunterzeichner eines Antrags, der zur Gründung des Arbeitskreises "Jugend für den Ort" in Höhenkirchen geführt hat.

(Foto: Claus Schunk)

Höhenkirchner Zukunftswerkstatt wird um Arbeitskreis erweitert

Für Familien und Senioren gibt es in der Zukunftswerkstatt Höhenkirchen-Siegertsbrunn bereits eigene Arbeitskreise - nun soll dort auch die Jugend eine Stimme bekommen. Auf Antrag mehrerer Jugendlicher hat der Gemeinderat beschlossen, einen neuen Arbeitskreis namens "Jugend für den Ort" innerhalb der Zukunftswerkstatt zu gründen. Dieser wird über ein Antragsrecht im Gemeinderat verfügen, sodass er seine Anregungen und Wünsche in die Kommunalpolitik einbringen kann. "Das wird der Jugend etwas mehr Spielraum und Möglichkeiten geben, als sie es jetzt hat", sagte Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) im Gemeinderat.

Den Antrag auf Gründung des neuen Arbeitskreises hatten acht Jugendliche und junge Erwachsene unterzeichnet, zu denen auch SPD-Gemeinderat Rupert Franke zählt. Er betonte in der Sitzung, dass die Gruppe unparteiisch sei und die Mitarbeit unverbindlich. "Unserer Meinung nach wird die Generation im Alter von 14 bis 27 Jahren zu vielen Entscheidungen zu wenig gehört", sagte Franke. Dies zu ändern, sei Ziel der Gruppe. "Zum einen wollen wir die Jugend und deren Anliegen in der Öffentlichkeit vertreten und interessante Projekte voranbringen", heißt es im Antrag der Jugendlichen. "Zum anderen muss die Möglichkeit des Austauschs und des Kennenlernens bestehen." Überdies wolle man die junge Generation dazu animieren, sich aktiv in die Gemeindepolitik einzubringen.

All dies soll unter dem Dach der Zukunftswerkstatt geschehen, die aktuell aus acht Arbeitskreisen besteht - für die Themen Senioren, Kind und Familie, Arbeit und Wirtschaft, Energie und Umwelt, Ortsentwicklung und Mobilität, Asyl sowie Zusammenleben. Die 2004 gegründete Zukunftswerkstatt versteht sich als "dauerhaftes Aktionsprogramm und Bürgerbündnis zur Ortsentwicklung". Die einzelnen Arbeitskreise sollen die Bürgermeisterin, die Verwaltung im Rathaus und den Gemeinderat unterstützen. Letzterer segnete die Gründung des Arbeitskreises sowie die hierfür notwendige Anpassung der Geschäftsordnung einstimmig ab.

© SZ vom 11.01.2021
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