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Höhenkirchen-Siegertsbrunn:Angst vor Lkw-Verkehr

In der Gemeinde sieht man den Umzug der Firma Ganser von Brunnthal nach Aying kritisch

In Höhenkirchen-Siegertsbrunn gibt es Befürchtungen, dass eine Betriebsverlagerung der Ganser Gruppe nach Dürrnhaar zu mehr Lkw-Verkehr im Ort führt. Die Gemeinde setzt sich deshalb für ein "umfangreiches Verkehrsgutachten" ein. Die Firma Ganser, die seit Bestehen des Kieswerks in Kirchstockach ihren Sitz in der Gemeinde Brunnthal hat, plant den Umzug nach Dürrnhaar im Norden der Gemeinde Aying, wo ein moderner Verwaltungsbau samt einem Betriebsgebäude in Form eines alten Bauernhofs errichtet werden soll.

Eine Werkstatt für Lkw und eine Waschhalle sind vorgesehen. Dazu sind auf dem insgesamt 3,3 Hektar großen Gelände angrenzend an der Höhenkirchner Straße 46 Werkswohnungen geplant. Drei weitere kleine Gewerbebetriebe sollen auf dem Gelände Platz finden, über die noch nichts Näheres bekannt ist.

Derzeit läuft in der Gemeinde Aying das Bebauungsplanverfahren. Im Zuge dessen wurde Höhenkirchen-Siegertsbrunn um eine Stellungnahme gebeten. Dort argumentiert man nun, dass in den Planungen von einer hohen Zahl an Fahrzeugen ausgegangen werde. Diese würden "erfahrungsgemäß nicht alle über die Umgehungsstraße" das projektierte Gewerbeareal anfahren, weshalb zu einer Untersuchung geraten werde. "Insbesondere die Fahrzeuge, die Richtung Harthausen fahren oder von dort kommen, müssen einmal komplett durch die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn", heißt es in der Stellungnahme. Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) sagte: "Wir werden anfragen, ob das berücksichtigt wurde."

© SZ vom 24.06.2020 / belo

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