Der Krieg war gerade zu Ende. München war zerstört, als sich Studenten in den Zug setzten, um nach Lohhof zu fahren und von dort nach Haimhausen zu pilgern. Sie folgten dem Ruf von Adolf Schinnerer (1876-1949), den die US-Army als einen der wenigen Unbelasteten zum Präsidenten der Münchner Akademie der Künste erkoren hatten. Und weil in deren Trümmern ein Unterricht nicht möglich war, pilgerten die mit Ende der NS-Diktatur nach freier künstlerischer Betätigung dürstenden jungen Leute zu dem Professor, der schon einige Jahre in Haimhausen lebte und arbeitete.
Haimhausen im Dachauer MoosAls sich die Bohème im Künstlercafé „Madame“ traf
Lesezeit: 5 Min.

Nach 1945 war die Münchner Akademie der Künste kurzzeitig in Haimhausen ansässig. Das Café „Madame“ war Treffpunkt für Kreative. Der frühere Bezirksheimatpfleger Norbert Göttler dokumentiert diese Zeit in seinem Buch „Malerluft und Malerlust“.
Von Bernhard Lohr, Haimhausen

Fermentieren:Die Milchsäurebakterien machen’s
Ismaninger Krautbauern, ein Kimchi-Produzent aus Aschheim und ein Hohenbrunner Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln haben eines gemeinsam: Sie alle setzen auf die jahrhundertealte Tradition des Fermentierens – und sind damit voll im Trend.
Lesen Sie mehr zum Thema