Hallenbad OberschleißheimGemeinden müssen für Schwimmunterricht bezahlen

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Die Schließung des Hallenbades in Oberschleißheim ist abgewendet, aber Nachbarkommunen, die Schulkinder zum Schwimmunterricht schicken, sollen fortan Pauschalen bezahlen, um das Defizit zu reduzieren.
Die Schließung des Hallenbades in Oberschleißheim ist abgewendet, aber Nachbarkommunen, die Schulkinder zum Schwimmunterricht schicken, sollen fortan Pauschalen bezahlen, um das Defizit zu reduzieren. Stephan Rumpf
  • Die drohende Schließung des Oberschleißheimer Hallenbades ist durch eine Spende von einer halben Million Euro für ein Jahr abgewendet.
  • Nachbarkommunen wie Garching, Haimhausen und Karlsfeld sollen jeweils 10 000 Euro pro Schuljahr für den Schwimmunterricht ihrer Kinder bezahlen.
  • Zur Defizitreduzierung werden zusätzlich die Eintrittspreise erhöht und die Wassertemperatur gesenkt.
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Kommunen, die Schulkinder nach Oberschleißheim schicken, sollen sich mit einer Defizit-Pauschale in Höhe von 10 000 Euro am Erhalt des Hallenbads beteiligen.

Von Sabine Wejsada, Oberschleißheim

Die drohende Schließung des Oberschleißheimer Hallenbades ist nach der großzügigen Spende des Unternehmerehepaars Schreiner in Höhe von einer halben Million Euro für ein Jahr abgewendet. Nun geht es darum, das Defizit darüber hinaus zu reduzieren und so den Fortbestand der Schwimmhalle zu sichern. Und da kommen all jene Nachbarkommunen ins Spiel, die ihre Schulkinder zum Schwimmunterricht in die Gemeinde im Münchner Norden schicken.

Nach Vorschlag des Rathauses sollen Garching, Haimhausen und Karlsfeld jeweils eine Pauschale in Höhe von 10 000 Euro bezahlen, um die sogenannten „Vorhaltekosten“, die sich auf Personal, Energie, Betriebsführung und Instandhaltung beziehen, für die Oberschleißheimer zu reduzieren. Die Beiträge sind jeweils pro Schuljahr fällig und müssen im Voraus bezahlt werden.

Wie Bürgermeister Markus Böck (CSU) am Dienstagabend im Gemeinderat berichtete, hat es in den bislang geführten Gesprächen mit seinen Kollegen „positive Rückmeldungen“ zur finanziellen Beteiligung über die Pauschale gegeben. Die Rathauschefs hätten zugesagt, die Angelegenheit in die kommunalen Gremien zu tragen. Böck geht nach eigenen Angaben fest davon aus, dass die Wünsche Oberschleißheims erfüllt werden, allein schon, weil das Hallenbad das einzige in der Umgebung sei, in dem Schwimmunterricht laut dem Lehrplan stattfinden kann. „Das schulische Schwimmen ist allen ein wichtiges Anliegen“, so der Bürgermeister, der neben den genannten drei Gemeinden weitere Kommunen einlädt, ihre Grundschüler gegen Bezahlung nach Oberschleißheim zu schicken. Zum Beispiel aus München.

Mit der Erhebung der vom Gemeinderat einstimmig beschlossenen Defizit-Pauschale verspricht sich die Kommune zweierlei: Zum einen werde so eine verlässliche und planungssichere Grundlage für den schulischen Schwimmunterricht geschaffen, darüber hinaus könne die nachhaltige Finanzierung des kommunalen Hallenbads gesichert werden. Mit dem Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung erhalten die beteiligten Städte und Gemeinden eine vertraglich garantierte und dauerhaft gesicherte Zuweisung definierter Bahn- und Belegungszeiten für das Schulschwimmen.

Um das Defizit zu senken, werden auch die Eintrittspreise erhöht

Verbindlich festgelegt werden ferner Umfang und Zeitfenster für die einzelnen Schulen. Garching, Haimhausen und Karlsfeld bezahlen schon heute Gebühren für die Nutzung der Bahnen. Diese hat der Gemeinderat bereits auf 90 Euro erhöht. Um das Defizit dauerhaft zu reduzieren, werden unter anderem die Eintrittspreise erhöht und die Wassertemperatur etwas abgesenkt.

Die Nachricht, dass das Hallenbad aus Spargründen zum 1. April geschlossen werden sollte, weil es sich die notorisch klamme Gemeinde Oberschleißheim nicht mehr leisten kann, hat seit Dezember am Ort selbst und in der Umgebung große Proteste hervorgerufen. Die Mitte Februar getätigte Spende des Ehepaars Schreiner vom gleichnamigen Familienunternehmen hat der Kommune Luft verschafft. Ein eigens gegründeter Arbeitskreis sucht derweil nach Möglichkeiten, das Defizit zu reduzieren. Seit Dienstag hat das Gremium eine eigene E-Mail-Adresse für Vorschläge aus der Bevölkerung: arbeitskreis.hallenbad@oberschleissheim.de.

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