Haar Zum Teufel mit dem Krieg

Ilja Richter erzählt vom Soldaten, der mit der Geige um die Prinzessin buhlt.

(Foto: Britta Pedersen/dpa)

Kulturverein spielt Strawinskys "Geschichte vom Soldaten"

Vor gut 100 Jahren tobt der Erste Weltkrieg. Der Komponist Igor Strawinsky versucht dem im Exil am Genfer See zu entkommen. Durch die Wirren der russischen Revolution mittellos, macht Strawinsky mit dem Librettisten Charles-Ferdinand Ramuz kurzerhand aus der Not eine Tugend: Ihr gemeinsames Projekt legen sie so schlicht wie möglich an, mit einer Besetzung wie ein kleines Wanderbühnenensemble: sechs Instrumente plus Schlagzeug sowie ein Vorleser mit zwei Sprechrollen. Inhaltlich findet Strawinsky Inspiration bei russischen Volksmärchen. Ein kriegsmüder Kämpfer auf Urlaub begegnet dem Teufel, der ihn zu einem Tauschgeschäft überredet. Seine Geige gegen ein Buch, das dem Soldaten Reichtum bescheren soll. Das Geld freilich macht ihn nicht glücklich und so überlistet der Soldat den Teufel und gewinnt mit seiner Geige das Herz einer Prinzessin. Doch noch ist der letzte Satz nicht gesprochen.

Mit "Die Geschichte vom Soldaten" beschließt der Haarer Kulturverein am Sonntag, 28. April, 19.30 Uhr im Bürgersaal die Konzertsaison 2018/19. Als Sprecher konnte das Ensemble den Schauspieler Ilja Richter gewinnen, der Strawinskys "gelesene, gespielte und getanzte Moritat" mit Solisten des BR-Symphonieorchesters wort- und klanggewaltig präsentiert.

Karten bei www.kulturverein-haar.de, Piano Mahler, Jagdfeldapotheke und Schreibwaren Willerer.