Haar:Unterstützung für die VHS

Haar schießt 14 500 Euro für Kameras und Luftfilter zu

Trotz aller Notwendigkeit, bei den Ausgaben auf die Bremse zu treten, hat der Haarer Gemeinderat außer der Reihe eine Finanzspritze für die Volkshochschule gebilligt. Die 14 500 Euro wurden dafür benötigt, um vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie die Ausstattung der Bildungseinrichtung auf neueren Stand zu bringen. Es wurden 20 Kameras angeschafft, Bluetooth-Headsets und Konferenzlautsprecher, damit die Referenten vermehrt Kurse auch online oder in Hybrid-Form anbieten können. Außerdem wurden aus Gründen des Infektionsschutzes drei Luftreinigungsgeräte gekauft. Damit kann dann ein Raum im Untergeschoss des Poststadel-Bildungszentrums genutzt werden.

Die VHS erholt sich gerade langsam von dem Corona-Schock. Kaum war Lourdes María Ros de Andrés Anfang 2020 als neue Geschäftsführerin installiert, musste sie schon die größte Krise der Einrichtung seit ihrem Bestehen meistern. Drei Mal brachten Lockdown-Anordnungen das Unterrichtsgeschehen zum Erliegen. Jetzt steigen die Buchungszahlen wieder. Und für manche Angebote wie gerade auch die Integrationskurse mit Alphabetisierung für Geflüchtete und Zuwanderer fehlen Räume. Die Nachfrage sei gewaltig, sagt die Leiterin des Fachbereichs Timea Göghova. Man habe einen guten Namen, die Leute kämen aus dem Umkreis nach Haar zu den Kursen. Maximal könnten 15 bis 20 Personen pro Kurs unterrichtet werden, bisher waren es 21. Insgesamt 26 Kurseinheiten sind im VHS-Heft aufgeführt. Auch können Deutschtests für Zuwanderer zur Erlangung der B1-Qualifikation an der VHS abgelegt werden. Kurzfristig habe sie noch zwei Zusatzkurse organisiert, sagt Göghova.

Möglich wird das auch, weil der sonst schlecht zu lüftende Kellerraum jetzt zur Verfügung seht. Die angeschafften Kameras seien gerade bei Sprachkursen hilfreich, sagt VHS-Chefin Ros de Andrés, weil die Kamera dem Kursleiter folgen und dieser heranzoomen könne, um etwa zu zeigen, wie ein Wort ausgesprochen werde. Haars Bürgermeister Andreas Bukowski (CSU) sagte im Gemeinderat, die Unterstützung für die Investitionen sei notwendig, um der VHS mehr Online-Angebote zu ermöglichen und so wirtschaftlich zu helfen. "Das macht ja Sinn." Mehr als 50 Prozent der Kursangebote im neuen VHS-Semesters, das am vergangenen Montag begonnen hat, können auch von zu Hause aus genutzt werden.

© SZ vom 23.09.2021 / belo
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