Für 9,6 Millionen EuroHaarer Einkaufsmeile wird umgestaltet

Die Stadt hofft mit dem Umbau auf eine Stärkung der Geschäfte an der Leibstraße.
Die Stadt hofft mit dem Umbau auf eine Stärkung der Geschäfte an der Leibstraße. Claus Schunk

Die Stadt will im Sommer 2026 mit dem Umbau der Leibstraße beginnen. Fußgänger und Radfahrer sollen mehr Freiraum erhalten, aber die Zahl der Parkplätze ändert sich nicht.

Von Bernhard Lohr, Haar

Die Stadt Haar geht voraussichtlich noch 2026 den seit vielen Jahren geplanten Umbau der zentralen Geschäftsstraße an. Die Arbeiten in der inneren Leibstraße könnten laut Bauamt im Sommer beginnen. Die Ausführungsplanung laufe. Und auch die Finanzierung steht für das insgesamt 9,6 Millionen Euro teure Vorhaben. Der Stadtrat hat soeben für 2026 entsprechende Mittel freigegeben. Die Regierung von Oberbayern teilte 2,7 Millionen Euro staatliche Zuwendungen der Städtebauförderung zu. Eine zweite Rate von 2,5 Millionen Euro stehe in Aussicht, teilt die Regierung mit.

Damit wird es bei dem Großprojekt plötzlich konkret. Der oft beklagte Zustand der zentralen Einkaufsmeile soll sich ändern. Statt der breiten Fahrbahn und Geh- und Radwegen, die weder barrierefrei noch durchgehend nutzbar sind, wird eine Verkehrsfläche aus ebenem Pflaster auf einem Niveau entstehen. Fußgänger und Radfahrer sollen mehr Freiraum erhalten und der Straßenraum mit Bäumen und Sitzbänken attraktiver gestaltet werden.

Ein einheitliches Beleuchtungskonzept wird umgesetzt. Bürgermeister Andreas Bukowski (CSU) betont, dass die Zahl der Parkplätze mit 76 gleich bleiben werde. Zugleich werde ein „Schwammstadtkonzept“ umgesetzt. Die Flächen sollen bei Starkregen Wasser aufnehmen und zur Kühlung wieder abgeben können. Hitzeresistente Baumarten sollen gepflanzt werden.

Die Bürger wurden bei den Planungen in den vergangenen Jahren einbezogen. Das Rathaus setzte ein sogenanntes Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (Isek) um und schuf damit die Voraussetzung für die nun gewährten staatlichen Zuschüsse. Diese fließen aus dem Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ und der bayerischen Förderinitiative „Klima wandel(t) Innenstadt“.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Shrinkflation
:Ein Stamperl Spezi

Die Portionen werden immer kleiner, die Preise nicht. Über die kulinarische Verzwergung, die selbst bislang nicht verhandelbare Traditionen zu Fall bringt, und was hinter dieser Strategie von Lebensmittelkonzernen und Gastronomie steckt.

SZ PlusKolumne von Iris Hilberth

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: