Die DB Regio Bus Bayern (DRB) hat ihr Bedauern darüber ausgedrückt, dass wegen Verspätungen auf den Buslinien 240, 242 und 243 in Haar Schüler immer wieder zu spät zum Unterricht kommen. Die Geschäftsleitung der DRB werde sich wegen jüngster Beschwerden mit Bürgermeisterin Gabriele Müller (SPD) in Verbindung setzen. Ein Bahn-Sprecher räumt ein, dass es "immer wieder mal" Probleme mit der Pünktlichkeit gebe. Diese hingen in der Regel mit der Überlastung der Straßen zusammen. Insbesondere wenn auf der A 99 der Verkehr stocke, wichen viele Autofahrer auf untergeordnete Straßen mit Linienbusverkehr aus. Dies führe zur Überlastung. Ausfälle gebe es auf den Linien 240 bis 243 eher selten. In mehr als zwei Jahren seien bei etwa 160 000 Fahrten zehn Fahrten ausgefallen.
Klagen über Defizite beim Busverkehr gibt es immer wieder auch aus anderen Kommunen. In Haar freilich halten sie seit längerem an. Im Frühjahr 2017 saß man deshalb mit MVV und DRB schon mal zusammen. Seitdem seien die Beschwerden zurückgegangen, heißt es von der Bahn, die im übrigen darauf hinweist, dass die von manchen als ruppig empfundene Fahrweise oft aus dem Bemühen der Busfahrer resultiere, bei ungünstiger Verkehrslage Verspätungen zu reduzieren. Das Landratsamt als Vertragspartner der DRB erklärt auf Anfrage, dass die Verträge mit Busbetreibern bei nachweisbaren und dem Betreiber zuweisbaren Defiziten Vertragsstrafen vorsähen. Eine Kündigung sei bei Härtefällen und bei extremen und dauerhaften Verfehlungen vorstellbar. Das aber habe es noch nicht gegeben.