Michael Eibl holt sich eine Flasche Spezi, schlägt ein Bein übers andere. Und dann sitzt der 18-Jährige mit dem kurzen Haarzopf eine Stunde fast regungslos neben seiner 85-jährigen Oma Christl. Die beiden haben zusammen die Dokumentation „30 Kilo Heimat“ gedreht, die an diesem Abend vor knapp 100 Gästen an der Volkshochschule in Haar gezeigt wird.
Flucht und VertreibungEin Enkel-Oma-Projekt mit heilender Wirkung
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Der junge Filmemacher Michael Eibl erzählt gemeinsam mit seiner Großmutter die Geschichte von deren Vertreibung vor 80 Jahren. „30 Kilo Heimat“ ist die Aufarbeitung eines über Generationen wirkenden Traumas und ein Werk von großer Aktualität.
Von Bernhard Lohr, Haar/Pastetten
