Kommunalwahlkampf in HaarAuch die Grünen fordern eine Gegendarstellung von der CSU

Bürgermeisterkandidat Ulrich Leiner ärgert sich über die CSU.
Bürgermeisterkandidat Ulrich Leiner ärgert sich über die CSU. Claus Schunk

Nach der SPD verlangt auch Bürgermeisterkandidat Ulrich Leiner von der Partei eine Korrektur, weil er sich von dieser falsch zitiert fühlt.

Von Bernhard Lohr, Haar

Eine Gegendarstellung gehört im Medienrecht zu einer der schärfsten Waffen, um falsche Tatsachenbehauptungen aus der Welt zu schaffen. Jetzt hat die Haarer CSU innerhalb von zwei Tagen bereits die zweite Aufforderung dieser Art erreicht. Nach dem Bürgermeisterkandidaten der SPD verlangt nun auch Grünen-Kandidat Ulrich Leiner, eine auf der Homepage der CSU getroffene Aussage zu korrigieren. Auslöser ist ein inzwischen auch aus Sicht der CSU ziemlich verunglückter Bericht der Partei über eine Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten.

Der Bericht auf der Homepage ist inzwischen gelöscht. In einer Gegendarstellung stellt die CSU klar, dass SPD‑Kandidat Peter Schießl nicht, wie behauptet, einen Personalabbau im Rathaus plane. Jetzt fordert auch Leiner eine Korrektur. Er wolle keineswegs, wie der CSU‑Bericht nahelegt, die gesamte Finckwiese als Gewerbegebiet ausweisen. Der CSU-Ortsvorsitzende Dietrich Keymer hatte eine Korrektur zunächst abgelehnt. Die Grünen seien in diesem Punkt „nebulös“, sagte Keymer zur SZ.

Inzwischen sind alle Seiten um ein Ende des Parteienstreits bemüht. Keymer sagte am Mittwoch: „Ich sage gar nichts mehr.“ Er habe bereits ausgiebig Stellung bezogen. Leiner teilt unterdessen mit, Keymer habe ihm mitgeteilt, dass an Abonnenten des CSU-Newsletters, an die der umstrittene Bericht gegangen ist, eine Klarstellung auch zu seiner Finckwiesen-Aussage nachgereicht werde. Damit, so Leiner, „bin ich zufrieden, weil ich das für ein saublödes Spiel halte“.

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