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Haar:Ein Zukunftsbaum

Haar, 125 Jahre Landes-Gartenbauverein, Pflanzaktion Silberlinde am Eglfinger Weiher,

Vertreter des Gartenbauverbandes pflanzten mit Bürgermeisterin Gabriele Müller in Haar eine Linde.

(Foto: Angelika Bardehle)

Gartenverband pflanzt zu Jubiläum strapazierfähige Silberlinde

Die neue Eglfinger Silberlinde befindet sich in bester Gesellschaft. Nahe am See ergänzt der Baum das üppige Grün der Wohnsiedlung. Sie ist ein Geschenk des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege an die Gemeinde - denn: Der Verband feiert dieses Jahr 125-jähriges Bestehen. Hohe Belastbarkeit, hitze- und trockenstresstolerant, besonders anpassungsfähig - die Silberlinde sei ein absoluter Zukunftsbaum, sagte Rainer Schäfers, Vorsitzender des Kreisverbands München für Gartenkultur und Landespflege, als der Baum unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Gabriele Müller fest in der Erde stand. Es ist einer von 77 Bäumen, die in Bayern Wurzeln schlagen sollen - für jeden Kreisverband spendierte der Landesverband einen.

Wurzeln geschlagen hat der Verband längst: Wie die Gemeinde mitteilt wurde im Jahr 1894 in Nürnberg der "Bayerische Landesverband für Obst- und Gartenbau" gegründet, aus dem der heutige Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege hervorgegangen ist. Insgesamt sind 3000 bayerische Obst- und Gartenbauvereine mit mehr als 535 000 Mitgliedern daraus hervorgegangen. Einer davon existiert seit dem 3. Mai 1930 in der Gemeinde Haar und zählt heute knapp 220 Mitglieder.

Kreisvorsitzender Rainer Schäfers blickte in seiner Ansprache ein wenig auf die 125-jährige Historie des Vereins, der einst als Mittel gegen eine drohende Hungersnot nach einigen strengen Winterfrosten ins Leben gerufen wurde. Gerade in den Siebzigerjahren wurden die Verbände durch Aktionen wie "Unser Dorf soll schöner werden" bekannt. Und auch heute ist die Botschaft wieder klar. "Wir leben in einer Zeit, in der das Obst und Gemüse aus aller Herren Länder angeflogen wird und sich die Gärten zu Steinwüsten verwandeln. Dabei wird vergessen, dass die Artvielfalt vor der eigenen Haustüre anfängt", sagte Schäfer.