EuthanasieGedenken an Nazi-Opfer

Vor knapp einem Jahr wurde auf dem Gelände des Haarer Klinikums zu Ehren der ermordeten Psychiatriepatienten die Gedenkstätte „Bibliothek der Namen“ eingeweiht. Nun stellt eine Ausstellung die Lebensgeschichten von 14 der Opfer vor.
Vor knapp einem Jahr wurde auf dem Gelände des Haarer Klinikums zu Ehren der ermordeten Psychiatriepatienten die Gedenkstätte „Bibliothek der Namen“ eingeweiht. Nun stellt eine Ausstellung die Lebensgeschichten von 14 der Opfer vor. Claus Schunk

Im Bezirkskrankenhaus Haar gibt es bis 13. März eine Ausstellung zur „Aktion T4“, dem Mord an behinderten und psychisch kranken Menschen, zu sehen.

Mit den sogenannten „Krankenmorden“ in der Nazi-Zeit beschäftigt sich eine Ausstellung, die noch bis 13. März im Verwaltungsgebäude des Bezirkskrankenhauses in Haar zu sehen ist. Sie trägt den Titel „Die Opfer der ‚Aktion T4‘ aus Bayern“, T4 war der Codename für den Mord an Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen und psychischen Krankheiten.

Mehr als 7600 Menschen aus bayerischen Heil- und Pflegeanstalten wurden 1940 und 1941 während der „Aktion T4“ in den nationalsozialistischen Tötungsanstalten Grafeneck, Pirna-Sonnestein und Hartheim (Österreich) ermordet. Die Ausstellung erzählt die Lebensgeschichten von 14 der Opfer.

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„Unsere Aufgabe und unsere Verpflichtung ist es, an die Opfer und deren Namen zu erinnern. Erinnerung ist kein rückwärtsgewandter Akt, sondern ein Beitrag zu Verantwortung und Wachsamkeit in der Gegenwart“, betonte Bezirkstagspräsident Thomas Schwarzenberger bei der Eröffnung der Wanderausstellung.

Diese kann an Werktagen von 7 bis 18 Uhr kostenlos besichtigt werden, allerdings ist eine Anmeldung unter henner.luettecke@kbo.de erforderlich.

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