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Haar:Baugrube im Pfarrgarten

Feierliche Grundsteinlegung für die Heilpädagogische Tagesstätte: Dekan Peter Marinkovic, Pfarrerin Annedore Becker und Stadtdekan Bernhard Liess (von links) legen eine Tageszeitung in eine Kassette.

(Foto: Claus Schunk)

An der Jesuskirche entsteht eine Heilpädagogische Tagesstätte

Im Pfarrgarten der evangelisch-lutherischen Jesuskirche in Haar ist derzeit mächtig was los. Es laufen die Arbeiten für den Bau einer Heilpädagogischen Tagesstätte. Die Einrichtung für Vorschul- und Schulkinder im Münchner Osten soll später von der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Feldkirchen betrieben werden. Zudem entstehen eine integrative Wohngruppe für Kinder und Jugendliche sowie drei Mitarbeiter-Wohnungen. Pfarrerin Annedore Becker spricht von einem "Leuchtturmprojekt": Die Kirchengemeinde freue sich "auf das Miteinander".

Die Heilpädagogische Tagesstätte, die im Erdgeschoss einziehen soll, ist eine Einrichtung zur ganzheitlichen Betreuung und Förderung von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt. Darüber hinaus sollen dort Beratungen für Familien stattfinden. Die integrative Jugendwohngruppe ist im ersten Obergeschoss geplant. Ins Dachgeschoss kommen die Wohnungen. Das Gebäude ist barrierefrei und behindertengerecht. Die Verbindung zum Regelkindergarten, der sich ebenfalls auf dem Gelände der Jesuskirche befindet, ist Teil des Konzepts. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Herbst 2022 geplant. Bauherr des Fünf-Millionen-Euro-Projekts ist das evangelische Dekanat München. Der Neubau entsteht in enger Kooperation mit der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Feldkirchen, einer Einrichtung der Diakonie München und Oberbayern.

Pfarrerin Becker ist seit August vergangenen Jahres an der Jesuskirche in Haar tätig. Das Projekt hat sie von ihrer Vorgängerin Dagmar Häfner-Becker übernommen, die mittlerweile Dekanin in Rosenheim ist. Derzeit läuft der Bau der Tagesstätte bereits auf Hochtouren. Die Bodenplatte sei bereits zu sehen, sagt Becker, die direkt nebenan auch wohnt. Die Tiefgarage zeichne sich schon ab. Sie erlebe die Baustelle als Nachbarin. Bei der Generalsanierung des Gemeindehauses der Jesuskirche handelt es sich um ein Bauprojekt, das bereits abgeschlossen ist. Sobald die Corona-Pandemie halbwegs überstanden sei, könne dort wieder Leben einziehen. Von der Heilpädagogischen Einrichtung erwartet sich Pfarrerin Becker eine Bereicherung insbesondere auch für das ebenfalls auf dem Gelände befindliche evangelisch-lutherische Kinderhaus, in dem Inklusion gelebt werde. Die Freiflächen der Einrichtungen grenzen aneinander. "Ich denke, dass sich gute Synergie-Effekte ergeben."

© SZ vom 04.05.2021 / belo
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