Einen großen Polizeieinsatz am Haarer Bahnhof hat am Freitagabend gegen 18.50 Uhr eine 40-jährige Münchnerin ausgelöst – offenbar mit einer Falschmeldung. Sie wählte laut Polizeibericht die Notrufnummer 110 und gab an, soeben von einem vermummten Mann mit Schusswaffe bedroht worden zu sein. Der Mann befinde sich wie sie immer noch am Bahnsteig des Bahnhofs. Mit seiner Waffe habe er auch mehrmals in die Luft geschossen, so die Frau.
Eine Vielzahl an Streifen der Münchner Polizei fuhr sofort zum Haarer Bahnhof und sperrte diesen ab. Eine Suche nach dem Mann im Bahnhof und der Umgebung blieb jedoch erfolglos. Zudem bestätigte auch keiner der anderen Fahrgäste am Bahnhof die Sichtungen und Erlebnisse der Frau, wie die Polizei berichtet.
Ein Atemalkoholtest bei der 40-Jährigen ergab einen erhöhten Promillewert. Aus diesem Grund und wegen der Zeugenbefragungen geht die Polizei davon aus, dass sich die Frau das Szenario nur eingebildet hatte. Da von ihr weder eine Fremd- noch Eigengefahr ausging, durfte sie den Bahnhof wenig später verlassen. Im Rahmen des Einsatzes musste der Bahnverkehr zwischen 18.58 Uhr und 19.12 Uhr am Bahnhof Haar eingestellt werden.


