Ehrenamtliches Engagement:Laufen, basteln, Päckchen packen

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Ehrenamtliches Engagement: Der ausgezeichnete Arbeitskreis Soziales mit Manuel Fischer (Q11), Daniel Keber (Q11), Judith Krumme (8d), Julia Heinzmann (8d), Julia Leyerer (7b), Emma Gilbride (8d), Lilly Bär (7b), Emily Brehmer (7b) und Katharina Dziarstek (7b) sowie den beiden Studienrätinnen Elisabeth Pandel und Katrin Wanninger (von links).

Der ausgezeichnete Arbeitskreis Soziales mit Manuel Fischer (Q11), Daniel Keber (Q11), Judith Krumme (8d), Julia Heinzmann (8d), Julia Leyerer (7b), Emma Gilbride (8d), Lilly Bär (7b), Emily Brehmer (7b) und Katharina Dziarstek (7b) sowie den beiden Studienrätinnen Elisabeth Pandel und Katrin Wanninger (von links).

(Foto: privat)

Der Arbeitskreis Soziales des Gymnasiums Höhenkirchen-Siegertsbrunn tut seit sieben Jahren Gutes. Dafür sind die Jugendlichen nun ausgezeichnet worden.

Von Patrik Stäbler, Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Wenn's um die gute Sache geht, dann schrecken sie am Gymnasium in Höhenkirchen-Siegertsbrunn auch vor einem Marathon nicht zurück. Oder genauer gesagt: vor 125 Marathons. Denn in etwa diese Distanz legten die Schülerinnen und Schüler der fünften bis achten Klassen im Sommer bei dem Spendenlauf "Bunt läuft gut" zurück. Der Lohn für die 5228 Kilometer waren stolze 22 222 Euro, die das Gymnasium zu gleichen Teilen an die Hilfsorganisation Niños de Nicaragua sowie an das Straßenfußballprojekt "Bunt kickt gut" übergab.

Maßgeblich beteiligt an der Organisation des Spendenlaufs ist der Arbeitskreis Soziales gewesen, der so etwas wie das gute Gewissen am Gymnasium ist. Für seinen langjährigen und vielfältigen Einsatz ist der AK nun vom Landkreis ausgezeichnet worden - als eine von 16 Gruppen oder Personen, die sich im sozialen Bereich engagieren und "mit gutem Beispiel vorangegangen sind", wie Landrat Christoph Göbel (CSU) in seinen Dankesworten sagte. "Wir alle sollten ihr Handeln zum Vorbild nehmen und uns immer wieder fragen, was andere für uns tun und was wir der Gesellschaft vielleicht auch einmal zurückgeben können."

Dem Dienst an der Gesellschaft - sowohl im als auch außerhalb des Gymnasiums - hat sich der AK Soziales seit seiner Gründung im Schuljahr 2014/15 verschrieben. Oder wie es dessen Leiterin, die Elftklässlerin Natálie Stinglová, formuliert: "Uns geht es darum, den Menschen zu helfen. Und es ist ein schönes Gefühl, wenn man sieht, dass man tatsächlich etwas bewirken kann." Etwa im örtlichen Seniorenheim, dem der Arbeitskreis heuer fast 80 Osterpäckchen überbracht hat. Darin waren praktische Dinge wie Kosmetikartikel, aber auch selbstgebastelter Osterschmuck und Gedichte der Fünftklässler. Wegen Corona habe man die Pakete leider nicht persönlich übergeben können, erzählt die 18-jährige Natálie Stinglová. Jedoch habe man hernach eine Dankeskarte von den Bewohnerinnen und Bewohnern erhalten, "in der sie uns geschrieben haben, wie sehr sie sich über die Päckchen gefreut haben".

"Die Ideen für die Projekte kommen von den Schülern selbst."

Auch deshalb wollen die zehn Mitglieder des Arbeitskreises diese Aktion im Frühjahr wiederholen. Zur Finanzierung haben sie in den vergangenen Wochen Christbaum-Anhänger gebastelt, die sie im Dezember in der Schule verkauft haben, erzählt der stellvertretende Leiter Manuel Fischer. Überdies seien in diesem Schuljahr weitere Projekte geplant - etwa ein erneuter Spendenlauf am vorletzten Schultag sowie ein Blindentag für die Fünftklässler, an dem sie in Vorträgen und Workshops die Welt von Menschen mit Sehbehinderung kennenlernen.

"Die Ideen für die Projekte kommen von den Schülern selbst", betont Lehrerin Katrin Wanninger, die mit ihrer Kollegin Elisabeth Pandel das Projekt betreut. Die beiden helfen dem Arbeitskreis bei Fragen und stellen Kontakte her. "Aber wir legen Wert darauf, dass die Schüler die organisatorischen Aufgaben übernehmen", sagt Wanninger. Schließlich sollen die Mitglieder des Arbeitskreises durch ihr Engagement ein soziales Bewusstsein entwickeln und auch soziale Kompetenzen erwerben, erläutert die Lehrerin. "Das entspricht ja dem Ziel unserer Schule: Die Schüler sollen nicht Inhalte auswendig runterbeten, sondern Fähigkeiten erlernen, durch die sie an der Gesellschaft teilnehmen können."

Dass ihr Einsatz nun vom Landkreis gewürdigt wurde, das sei "eine schöne Sache", sagt Manuel Fischer. "Und es ist auch eine Anerkennung für das, was wir in unserer Freizeit machen. Wir haben uns deshalb über die Auszeichnung sehr gefreut."

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