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Grünwald:Millionen-Steuerausfall tut Gemeinde nicht weh

Die Gewerbesteuereinnahmen sind in Grünwald im Jahr 2019 um 26 Millionen Euro gesunken. Laut Kämmerer Raimund Bader aber ist das ebenso wenig ein Problem wie der ähnlich hohe Rückgang, der sich heuer wegen der Corona-Krise abzeichnet. "Das ist ein normaler Unterschied bei der Gewerbesteuer, kein Rückgang," sagt er. "Wir haben immer zwischen 170 und 200 Millionen Euro." Also nur eine kleine Veränderung von 209,4 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 182,4 Millionen Euro in 2019. Und man wäre in Grünwald schon mit weniger zufrieden. "Bei 160 oder 170 Millionen Euro sind wir happy", sagte der Kämmerer bei der Vorstellung der Jahresrechnung am Dienstagabend im Gemeinderat. Außerdem könne man immer noch 29 Millionen Euro Überschuss aus dem Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt überführen. Denn natürlich sinkt mit den Steuereinnahmen auch der Betrag, den die Gemeinde an Gewerbesteuerumlage und Kreisumlage zahlen muss. Ein erster Hinweis auf die Entwicklung der Gewerbesteuer im nächsten Jahr ist laut Bader, dass es bereits erste Herabsetzungen der Vorauszahlungen gibt. Das mache allerdings finanziell nichts aus, da andere freiwillig mehr zahlen würden. "Sicherlich wird sich Corona aber erst richtig Ende 2021 und 2022 auswirken, weil dann die Gewerbesteuererklärungen beim Finanzamt für 2020 eingereicht werden müssen", so der Kämmerer. In der Jahresrechnung präsentierte Bader überdies die Haushaltsreste aus den rund 1500 Haushaltsstellen. Geld, das nicht verbraucht wurde, mache flexibel, "damit man auch in der haushaltslosen Zeit weiter investieren kann."

© SZ vom 03.07.2020 / cw

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