KommunalwahlLandratsamt will Grünwalder Wahlergebnis korrigieren

Grund für die Berichtigung bei der Wahl in Grünwald sind laut Landratsamt einzelne Stimmzettel, die im Rahmen der Wahlprüfung von Amts wegen gültig gemacht werden mussten.
Grund für die Berichtigung bei der Wahl in Grünwald sind laut Landratsamt einzelne Stimmzettel, die im Rahmen der Wahlprüfung von Amts wegen gültig gemacht werden mussten. Peter Kneffel, dpa

Zunächst als ungültig gewertete Stimmzettel waren wohl doch gültig. Die FDP erhält dadurch einen dritten Sitz, die CSU verliert einen.

Von Lisa Marie Wimmer, Grünwald

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Um gerade mal eine Stimme ist die FDP bei der Kommunalwahl in Grünwald an einem dritten Sitz im Gemeinderat vorbeigeschrammt. Weil die FDP Fehler bei der Auszählung vermutet, hatte sie im März beim Landratsamt München die Wahl angefochten. Das Landratsamt wiederum hat nun auf Anfrage bestätigt, man habe selbst bei der Nachprüfung der Gemeinderatswahl in Grünwald relevante Mängel festgestellt.

Das Landratsamt als Rechtsaufsichtsbehörde plant daher, das Wahlergebnis zu korrigieren. So bekommt die FDP 57 Stimmen hinzu und hätte somit einen weiteren dritten Sitz im Gemeinderat sicher. Die CSU hingegen muss nach aktuellem Stand einen Sitz im Gemeinderat abgeben. Dem Landratsamt zufolge wird die Berichtigung unabhängig von der Wahlanfechtung vorgenommen.

Grund für die Korrektur sind laut Landratsamt einzelne Stimmzettel, die im Rahmen der Wahlprüfung von Amts wegen gültig gemacht wurden. Sprich: In Grünwald hatte man bei der Auszählung Stimmen als ungültig gewertet, die nach Ansicht der Kommunalaufsicht jedoch gültig gewesen sind.

Der FDP-Gemeinderat Michael Ritz, der im März die Anfechtung beim Landratsamt eingereicht hatte, freut sich über die Wendung: „Die FDP hat bei dieser Wahl einen Stimmenzuwachs von über 30 Prozent erzielt. Es ist nur konsequent, dass sich dieser deutliche Zugewinn nun auch in einem weiteren Gemeinderatssitz widerspiegelt.“ Für die FDP wird voraussichtlich Maria-Theresia von Seidlein erstmals in den Gemeinderat einziehen.

Gegen die beabsichtigte Ergebniskorrektur können alle Beteiligten noch Einwände vorbringen. Aktuell läuft das Anhörungsverfahren. Eine Entscheidung ergeht laut Landratsamt voraussichtlich Anfang Juni.

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