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Grünwald:Die ersten Züge

Angegraben: Projektleiter Thomas Mügge, Bürgermeister Jan Neusiedl, Bauleiter Gerhard Tschabuhn und Peter Kleßinger vom Bauamt (von links) beim Spatenstich für das neue Becken im Grünwalder Freizeitpark.

(Foto: Claus Schunk)

Im Freizeitpark beginnen die Arbeiten am neuen Varioschwimmbecken

Von Claudia Wessel, Grünwald

Drei Bahnen schwimmen, 50 Meter geschafft - diese Möglichkeit bietet das neue Variobecken im Schwimmbad des Grünwalder Freizeitparks, wenn es im August 2022 fertig ist. Am Mittwoch tätigte Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) den ersten Spatenstich für die Halle, in der es sich befinden wird, eine Konstruktion aus Stahl und Glas, die westlich der alten Schwimmhalle stehen wird.

Das neue Edelstahlbecken wird die Maße 16,66 Meter mal zehn Meter haben. Hauptsächlich soll es für Kurse wie Wassergymnastik dienen. Die Kosten werden etwa 6,5 Millionen Euro betragen. Seit dem ersten Konzept aus dem Jahr 2018 sind sie um 2,5 Millionen Euro gestiegen. Ein Variobecken hat einen höhenverstellbaren Zwischenboden. Die Wassermenge darin bleibt jedoch immer gleich, denn der Hubboden hat Löcher, durch die das Wasser fließen kann. Das Wassertiefe wird höchstens 1,80 Meter betragen. Um das Becken herum werden Wärmebänke stehen, im Becken kann man sich an Massagedüsen entspannen. Da das Becken eher für Kurse und entspanntes Schwimmen genutzt werden wird, soll die Wassertemperatur 30 Grad betragen, während die im 25-Meter-Becken 28 Grad beträgt, da Sportschwimmer es nicht gerne zu warm haben.

Als das neue Becken 2018 geplant wurde, sagten die Planer voraus, dass dadurch etwa 5000 mehr Besucher kommen würden, dazu etwa 10 000 Schulkinder und Vereinsmitglieder, die auch gerne das Variobecken nutzen würden. Es eignet sich auch sehr gut für Schwimmkurse. Bis es fertig ist, wird wohl die Coronazeit mitsamt ihren Einschränkungen vorbei sein und werden diese Voraussagen eintreffen.

Der Standort der neuen Halle westlich der bisherigen Schwimmhalle wurde gewählt, weil sich dort eine bisher wenig genutzte schattige Liegewiese befindet. An der Saunalandschaft wird nichts verändert, da ansonsten die Kosten der Erweiterung nochmals stark steigen würden.

In der neuen Halle wird auch eine von der alten Schwimmhalle unabhängige Technik eingerichtet. Damit sollen Unterrichtsstunden wie Aquagymnastik, die meist mit Musik stattfindet, und Schulschwimmen ohne Lärmbelästigung für die übrigen Schwimmer in der alten Halle stattfinden können. Außerdem wäre eine Sanierung des alten Bades jederzeit ohne Probleme möglich, da es unabhängig von der neuen Halle betrieben wird. Der außen liegende Whirlpool bleibt erhalten. Auf das Dach kommt eventuell eine Fotovoltaikanlage.

Im vergangenen Sommer hatte das Bad unter strengen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen geöffnet. Besucher mussten sich anmelden, es gab einstündige Schwimmzeiten für je 20 Personen. Spielen und Plantschen war verboten, nur Schwimmen erlaubt.

© SZ vom 08.04.2021
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