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Grünwald:Das Gymnasium wächst

Der Klang des Neuen: Mit klassischer Musik von Schülern ist am Freitagnachmittag der Erweiterungsbau am Gymnasium in Grünwald offiziell eingeweiht worden.

(Foto: Claus Schunk)

Am Montag beziehen Grünwalds Gymnasiasten ihre neuen Klassenräume im vierten Finger.

Alleine an der Optik kann man den Erweiterungsbau am Gymnasium beim besten Willen nicht erkennen. Man muss sich schon von seinem Geruchssinn führen lassen, will man das im Schuljahr 2014/15 errichtete Bestandsgebäude vom nun fertiggestellten Erweiterungsbau unterscheiden können, in dem noch vor wenigen Tagen die Handwerker zugange waren und alles noch ein wenig nach frischer Farbe riecht.

Die Architektursprache sei dieselbe, sagt Grünwalds Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) am Freitagnachmittag bei der Einweihung von Bauteil IV, "den wir den vierten Finger nennen", wie der Rathauschef in seiner Festrede ausführt. Die Schülerinnen und Schüler werden am Montag die zusätzlichen Klassenräume erstmals beziehen dürfen. Mit dem neuen Bauteil haben die Gemeinde und der Landkreis, der ein Drittel der Kosten übernimmt, die räumlichen Voraussetzungen für die Vierzügigkeit und für die Rückkehr zum G 9 geschaffen.

Das Projekt kostet 21 Millionen Euro

Circa 21 Millionen Euro hat der "vierte Finger" gekostet, dessen 5340 Quadratmeter sich auf drei Geschosse verteilen. 16 weitere Klassenräume, zwei Kursräume, je ein Mehrzweck-, Ruhe- und Prüfungsraum findet die Schulfamilie jetzt vor - und ein Schülercafé, um den Campus-Charakter weiter Rechnung zu tragen. Etwa tausend Schülerinnen und Schüler haben nun Platz, damit um 250 mehr als geplant gewesen sei, wie Neusiedl erklärt.

Der Bürgermeister stellt denn auch noch klar, dass der Gemeinderat vor Jahren bei den Schulbauplanungen Weitsicht bewiesen habe, als er sich für ein Konzept entschieden habe, das eine Erweiterung zulässt. Auch der Bau einer Dreifachturnhalle und einer großen Tiefgarage sei der Überlegung geschuldet gewesen, dass beides später einmal für eine vierzügige Schule reichen sollte. Noch größer werde die Schule aber nicht mehr, verspricht Neusiedl, auch wenn Landrat Christoph Göbel (CSU) ein wenig verschmitzt anmerkt, dass eine Hand doch fünf Finger habe.

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