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Grippewelle:Große Menschenansammlungen meiden

Wie viele Menschen sind bereits an der Grippe erkrankt?

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Vor allem Angehörige der Risikogruppen sollten in Erwägung ziehen, sich geegn die Grippe impfen zu lassen, empfiehlt das Robert-Koch-Institut.

(Foto: dpa)

Die Zahl lässt sich nur schwer ermitteln, die Dunkelziffer der nicht erfassten Grippepatienten ist sehr hoch. "Die Zahlen, die uns vorliegen, haben mit der Realität nur wenig gemein", sagt Hans Bergemann vom Gesundheitsamt in Dachau. Im Gegensatz zur Pandemie 2009 sind die Ärzte in Deutschland seit dem 1. Mai 2010 nicht mehr verpflichtet, bei jedem Patienten mit Atemwegserkrankungen eine Speichelprobe zu nehmen und sie an ein Labor zu schicken. Nur in besonders schweren Fällen finden die Tests statt. "Ärzte schicken nur dann auf jeden Fall Proben zur Untersuchung, wenn ihr Patient zum Beispiel an Asthma erkrankt ist", sagt Katrin Zettler vom Münchner Gesundheitsreferat.

Wie kann man sich vor einer Grippeerkrankung schützen?

Grippeviren werden größtenteils durch Tröpfchenübertragung weitergegeben, also beim Niesen, Husten oder auch beim Sprechen. Eine Ansteckung ist aber auch durch Handkontakte oder das Berühren von Gegenständen möglich, an denen die Viren haften (Türklinken, Telefonhörer und ähnliches). Besonders sorgfältige Handhygiene ist deshalb eine Schutzmaßnahme. Das Münchner Gesundheitsreferat empfiehlt außerdem, nach Möglichkeit große Menschenansammlungen zu vermeiden, anstelle von Stofftaschentüchern solche aus Papier zu verwenden und beim Husten und Niesen den Mund zu bedecken. Bereits an Grippe Erkrankten rät das Referat, "bis zur vollständigen Genesung zu Hause zu bleiben, um sich selbst zu schonen und Mitmenschen nicht anzustecken. Es sollte jede Grippeerkrankung ernst genommen werden."